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München
Iran facht Atomstreit mit dem Westen weiter an
Teheran will Uran selbst anreichern - Guttenberg fordert Sanktionen
München. Iran setzt im Streit um sein Atomprogramm auf Konfrontation mit dem Westen. Noch ehe der iranische Außenminister Manuchehr Mottaki von der 46. Münchner Sicherheitskonferenz zurückgekehrt war, ordnete Präsident Mahmud Ahmadinedschad am Sonntag die Anreicherung von Uran an.
Die Konfrontation zwischen dem Regime in Teheran und dem Westen beherrschte die dreitägige Konferenz im "Bayerischen Hof", die am Sonntag zu Ende ging. Auch der Auftritt des iranischen Außenministers vor den rund 300 Teilnehmern aus 50 Nationen, darunter Spitzenpolitiker, ranghohe Militärs, Wissenschaftler und Manager, trug nicht zur Entspannung bei. Im Gegenteil: Die ausweichenden Ausführungen Mottakis zum Kompromissangebot um die Anreicherung von Uran im Ausland sorgten sichtlich für Verärgerung.
Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), der Japaner Yukiya Amano, sagte nach seinem halbstündigen Gespräch mit Mottaki, es sei nicht um neue Vorschläge gegangen, sondern nur um einen Meinungsaustausch. Nun will Iran das hochangereicherte Uran - mit einem Anteil des spaltbaren Isotops U 235 von 20 Prozent - für seinen medizinischen Forschungsreaktor in Teheran selbst herstellen. Am schärfsten attackierte US-Senator Joe Lieberman den iranischen Außenminister: "Ich weiß nicht, wie man mit einer Regierung verhandeln soll, die einen Minister hierher schickt, der uns alle einfach anlügt." Lieberman warnte, ohne Sanktionen würden "wir uns dem Ausblick auf einen Krieg gegenübersehen". Der US-Sicherheitsberater, General James L. Jones, nannte, wie die zehnköpfige Kongressdelegation, die iranischen Atompläne die "größte Bedrohung" für die internationale Sicherheit.
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