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München
Chinesischer Außenminister fordert Geduld mit Teheran
Iranischer Außenamtschef überraschend bei Sicherheitskonferenz
München. Der chinesische Außenminister Yang Jiechi hat zum Auftakt der 46. Münchner Sicherheitskonferenz in der bayerischen Landeshauptstadt am Freitag im Streit um das iranischen Atomprogramm von allen Beteiligten mehr Geduld und Flexibilität gefordert. Zugleich sagte er aber eine konstruktive Rolle seines Landes zu.
Neben dem ersten Auftritt eines chinesischen Außenministers bei der Tagung bewegte vor allem der überraschende Besuch des iranischen Außenministers Manuchehr Mottaki die Gemüter und weckte einen zarten Hauch von Hoffnung. Diese knüpfte sich aber weniger an die iranischen Auftritte in den Jahren 2008 und 2009. Bei diesen Konferenzen hatte sich der damalige Atomunterhändler und heutige Parlamentspräsident Ali Laridschani jegliche Einmischung in das Atomprogramm seines Landes verbeten und mit Zweifeln am Holocaust für Empörung gesorgt.Die Konferenzteilnehmer erhofften sich von Mottaki Klarheit zum Angebot des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad vom Dienstag. Dieser hatte erklärt, sein Land sei bereit, Uran im Ausland weiter anreichern zu lassen. Damit würde eine bessere internationale Kontrolle des iranischen Atomprogramms ermöglicht. Bislang hatte Teheran dies abgelehnt. Mottaki stellt am Freitag aber neue Bedingungen, was die Lieferungen des Westens für im Ausland angereichertes Uran anbelangt.
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