Von Alexander Pausch |
05.02.2010
| Netzcode: 2183119 | 109 Mal gelesen.
Washington/Weiden
Pentagon stockt auf
Ministerium für vier US-Heeresbrigaden in Europa
Das US-Verteidigungsministerium will auch künftig vier Heeresbrigaden und ein Korps-Hauptquartier in Europa stationieren. Dies sieht die neue Verteidigungsbestandsaufnahme des Pentagons vor, die alle vier Jahre veröffentlicht wird. Zudem bekräftigt der Quadrennial Defense Review, eine Bestandsaufnahme der geostrategischen Herausforderungen aus amerikanischer Sicht, dass die USA beginnen wollen, in Europa eine angepasste Raketenabwehr zu stationieren, sowie ihre Marinepräsenz ausbauen, um dies zu unterstützen.
Nach den noch unter dem ehemaligen Verteidigungsminister Donald Rumsfeld entwickelten Plänen sollten nur zwei Heeresbrigaden in Europa bleiben: das 2. Stryker-Kavallerieregiment in Vilseck (Kreis Amberg-Sulzbach) und die 173. Luftlandebrigade im italienischen Vicenza, dessen Verbände auch in Schweinfurt und in Bamberg stationiert sind. Die zwei der vier verbliebenen Heeresbrigaden, die in Grafenwöhr (Kreis Neustadt/WN) stationierte 172. Infanteriebrigade und die 170. US-Infanteriebrigade aus dem rheinland-pfälzischen Baumholder, waren für die Jahre 2012 und 2013 zur Verlegung in die USA vorgesehen. Nun blieben sie in Europa.
Von Alexander Pausch |
05.02.2010
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Washington/Weiden
Pentagon stockt auf
Ministerium für vier US-Heeresbrigaden in Europa
Pflege der Partnerschaft
Der Oberkommandierende des US-Heeres in Europa, General Carter F. Ham, hatte sich vor einem Jahr öffentlich in Washington für den Verbleib aller vier Brigaden eingesetzt. Er betonte, andernfalls würde die Zahl der US-Soldaten in Europa zu gering, um alle Verpflichtungen zu erfüllen. Dazu zählte der General neben den Einsätzen im Irak und Afghanistan vor allem die Pflege der Partnerschaft mit den europäischen Verbündeten.
Dies betont nun auch das Pentagon-Papier. Demnach sei das Ziel der Stationierung von US-Streitkräften in Europa die Verbundenheit der USA mit den Nato-Verbündeten zu unterstreichen. Dabei hat das Pentagon auch gemeinsame internationale Einsätze im Blick. Übungen mit Partnern und Verbündeten sollen dafür Sorge tragen, dass diese derartigen Vorhaben gewachsen sind.
Zudem verweist das Pentagonpapier darauf, dass die US-Militärpräsenz der Abschreckung von "politischer Einschüchterung von Verbündeten und Partnern" dient. Besonders betont wird dabei die Notwendigkeit, in der Ägäis, auf dem Balkan, im Kaukasus sowie der Schwarzmeerregion für Stabilität zu sorgen.
Dazu gehört, dass die US-Streitkräfte in Bulgarien für rund 50 Millionen Dollar und in Rumänien für etwa 60 Millionen Dollar Militärbasen ausbauen, um diese gemeinsam mit den Streitkräften der jeweiligen Länder für Übungen zu nutzen.
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