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Von Alexander Pausch  |  05.02.2010  | Netzcode: 2182955  |  205 Mal gelesen.

Deutsche-Bank-Chef Ackermann beim Wort nehmen

Kommentar von Alexander Pausch

Die Banken fahren wieder Milliardengewinne ein, und die Steuerzahler rund um den Erdball ächzen unter der Schuldenlast, die ihnen die Rettung des Finanzsystems aufgehalst hat. Zum Verdruss der Kritiker erzielen Geldhäuser diesseits und jenseits des Atlantiks ihre Gewinne aus dem Investmentbanking. Jenem Bereich, dessen Maßlosigkeit die Welt die dramatische Finanzkrise und eine tiefe Rezession verdankt.

Dass sich auch die Deutsche Bank unter den Instituten befindet, die wie die US-Investmentbank Goldman Sachs im Jahr zwei der Krise zehnstellige Beträge als Gewinn verbuchen, sollte niemanden überraschen. Schließlich hat Josef Ackermann sein Haus zur Investmentbank umgebaut. Und solche gehören zu den Krisengewinnlern.

Diese sollten nicht vergessen, dass sie nur dank der Staatshilfen für das Bankensystem am Leben sind. Daraus erwächst Verantwortung. Wenn Ackermann nun versichert, die Deutsche Bank werde sich am Bemühen um schärfere Regeln konstruktiv beteiligen, muss ihn Berlin beim Wort nehmen. Andernfalls gilt: Banken, die zu groß sind, sind ein Fall für eine Anti-Trust-Gesetzgebung.


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