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Fragwürdiges Trauerspiel
Kommentar von Thomas Kosarew
Ein bekanntes Sprichwort besagt, dass jeder seines eigenen Glückes Schmied ist. Doch manchmal muss man zu seinem Glück auch gezwungen werden. Im Fall der Amberger Eishockeyvereine trifft Letzteres zweifelsfrei zu. Seit sich der ERSC und der EC 2000 in der zweitniedrigsten Liga als Konkurrenten gegenüberstehen, gibt es nur noch eine einzige traurige Gemeinsamkeit - den Kampf gegen den Abstieg.
Wie paradox und fast schon lächerlich das Gegeneinander ist, zeigte sich schon beim ersten Amberg-internen Derby am 2. November 2008, als neutral gekleidete Fans den Nachnamen Krieger mit vulgären Ausdrücken bedachten. Doch wer war gemeint? Der damalige ERSC-Trainer Heinz Krieger oder dessen Sohn, EC-Stürmer Daniel Krieger? Schon damals hätte allen klar sein müssen, dass es zum Wohle des Amberger Eishockeys nur ein Miteinander geben kann und dass die Partie Amberg gegen Amberg nichts anderes als ein fragwürdiges Trauerspiel ist.
Wenn sich nun Sportreferent Wolfgang Dersch vermittelnd einschaltet, ist das nur zu begrüßen. Sollte es ihm tatsächlich gelungen sein, den Anstoß für einen neuen Verein gegeben zu haben, dann wäre er sicher nicht der böse Bube, der den ERSC zerstört hat - sondern der Retter, der Ambergs Eishockey aus seiner Bedeutungslosigkeit befreit hat.
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