Von (kan) |
27.01.2010
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Amberg
240 Mitarbeiter verlieren ihre Jobs
Grammer bestätigt in etwa die Zahl, die zuletzt für den Standort Haselmühl kursierte - Sozialplan
Amberg. (kan) 2008 noch 920 Leute, aktuell nicht einmal mehr 750 und 250 Jobs auf der Kippe: Zahlen zum Haselmühler Grammer-Werk, vor knapp zwei Wochen zu lesen in der AZ. In einer Presseerklärung bestätigte der Konzern am Mittwoch, dass viele Mitarbeiter gehen müssen. Konkret ist von 240 die Rede.
Andererseits schaffen wir nur so die Voraussetzungen, Haselmühl mittel- und langfristig wieder zu einem der Ergebnis- und Wachstumsträger zu machen
Über 1200 Menschen sind am Standort Haselmühl beschäftigt, nach Angaben von Betriebsratsvorsitzendem Udo Fechtner ist im Werk für 160 kein Platz mehr, in der Verwaltung für 20. Insgesamt 60 Stellen würden in der Amberger Konzernzentrale und im Verwaltungsbereich in Immenstetten wegfallen. Den Personalabbau hätten Vorstand und Betriebsrat abgesprochen, teilte das Unternehmen mit. Sie haben sich auf einen Interessenausgleich und Sozialplan verständigt. Mit Unterzeichnung der Vereinbarung seien die noch im Jahr 2009 aufgenommenen Verhandlungen über die Anpassung der Werksstrukturen und Personalkapazitäten in Haselmühl sowie zur Fixkostenreduzierung in der Grammer AG dieser Tage zu einem Abschluss gekommen.
Betriebsbedingte Entlassungen hatte der Vorstand schon Mitte vergangenen Jahres angekündigt, ohne allerdings eine Größenordnung zu nennen (wir berichteten). Wenig später kursierten erste Zahlen, dabei war auch schon mal von rund 300 Mitarbeitern die Rede.
"Agenda Haselmühl"
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Amberg
240 Mitarbeiter verlieren ihre Jobs
Grammer bestätigt in etwa die Zahl, die zuletzt für den Standort Haselmühl kursierte - Sozialplan
Heftige und langfristige Umsatzrückgänge hatten Grammer bereits Anfang 2009 in die Bredouille gebracht, zum "Schlankerwerden" und Sparen gezwungen. Den Standort Haselmühl hatte es besonders hart getroffen. Ein Auftragsrückgang von rund 50 Prozent belegte dies. Weil der Vorstand für die kommenden Jahre nicht an eine deutliche Belebung der Auftrags- und Beschäftigungslage glaubte, war er bereits im Sommer 2009 Kostensenkungen angegangen und hatte unter der Überschrift "Agenda Haselmühl" ein Strukturprogramm erarbeitet. Das Ziel: den Standort so anpassen, dass die Fabrik auch bei weniger Aufträgen profitabel wirtschaften kann.
"Der Umsatzrückgang und der damit verbundene Personalabbau bedeuten einen tiefen Einschnitt für die betroffenen Mitarbeiter. Andererseits schaffen wir nur so die Voraussetzungen, den Standort Haselmühl mittel- und langfristig wieder zu einem der Ergebnis- und Wachstumsträger des Grammer-Konzerns zu machen", wird Vorstandsvorsitzender Dr. Rolf-Dieter Kempis in der gestern herausgegebenen Pressemitteilung zitiert.
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240 Mitarbeiter verlieren ihre Jobs
Grammer bestätigt in etwa die Zahl, die zuletzt für den Standort Haselmühl kursierte - Sozialplan
Immenstetten 2011 zu
Der für Haselmühl und auch für Immenstetten geltende Sozialplan für die Mitarbeiter, die betriebsbedingt gekündigt werden, sieht neben Abfindungen die Schaffung einer zeitlich befristeten Transfergesellschaft vor. Immenstetten hat erwartungsgemäß keine Zukunft: Firmensprecher Ralf Hoppe sagte gestern auf Nachfrage, unter anderem aufgrund fehlender Anschlussaufträge werde das Werk "wie auch schon angekündigt" Mitte des Jahres 2011 auslaufen. (Angemerkt und Reaktionen)
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