Von (tr) |
10.01.2010
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Mitterteich
Mitreißende Märchen-Show
"Väterchen Frost" in der Eissporthalle - Zwei ausverkaufte Vorstellungen
Mitterteich. (tr) Da waren die Stiftländer Kinder restlos begeistert. Mit dem Märchen "Väterchen Frost" landete der Dresdner Eislauf-Club (DEC) am Wochenende einen Volltreffer in der Mitterteicher Eissporthalle.
Laura Weigmann als schwarzer Kater der Hexe Baba Jaga. Grazil bewegt sich die junge Dame auf dem Eis - ein Genuss für die Zuschauer. Bild: Grüner
Zweimal zeigten die 90 beteiligten Eisläufer ihre Show am Samstag. Beide Male war die Eishalle restlos ausverkauft, musste oberhalb der Zuschauertribüne sogar zusätzlich bestuhlt werden. Ein gelungener Beitrag zum Jubiläumsjahr. Schade, dass nicht mehr kulturelle Ereignisse dieser Art die Halle beleben. Anfangs hatte Sprecher Ulrich Schwarz etwas Mühe, die meist jungen Zuschauer auf das Geschehen zu ziehen. Aber als die ersten Läufer im besten Licht ihre Figuren auf das Eis zauberten, saß so manches Kind mit leuchtenden Augen und geöffnetem Mund da, war gefesselt von dem, was da unten auf der Eisfläche passierte.
Gekonnt arbeitete Regisseurin und Choreografin Manuela Pintarelli bereits im Vorfeld. Perfekt inszenierte sie ihre Actricen und Akteure auf die kalte Bühne, nutzte die gesamte Eisfläche für eine mitreißende Show - gemixt aus subtiler, bedächtiger Agitation, untermalt mit leiser, eindringlicher Musik bis hin zum actionreichen "Ritt" über die glatte Fläche, ebenso fetzig intoniert. Für alle, die das Märchen von "Väterchen Frost" (Winter) nicht kennen, hier eine kurze Zusammenfassung: Vor sehr langer Zeit, da lebten ein alter Mann und eine böse Frau mit ihren zwei Töchtern in einem kleinen Dorf. Das eine Mädchen, Nastja, einfühlsam verkörpert von Anne Zetzsche, war die leibliche Tochter des gutmütigen Alten. Sie war fleißig und wunderschön. Die andere hingegen, Marfuschka, überzeugend gespielt von Sandra Weigmann, war die Tochter der bösen Alten, hässlich und faul.
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Mitterteich
Mitreißende Märchen-Show
"Väterchen Frost" in der Eissporthalle - Zwei ausverkaufte Vorstellungen
Übermütig und eitel
Nastja litt unter ihrer bösen Stiefmutter, welche nur Augen für den eigenen Nachwuchs hatte, und war sehr unglücklich. Als Nastja eines Tages im Wald spazieren geht, begegnet sie dem jungen, eitlen Prahlhans Iwan, sehr akzentuiert dargeboten von Daniel Dotzauer (Dritter bei den Deutschen Eiskunstlauf-Meisterschaften 2010, Juniorenmeister 2007 und 2008). Iwan verliebt sich auf der Stelle und unsterblich in Nastja. Dumm und übermütig wie er ist, will er eine Bärenmutter töten. Die böse Tat vereitelt ein Waldmännlein (Julian Kolschmann). Es verwandelt Iwan vor Nastjas Augen in einen Bären. Der muss jetzt eine gute Tat vollbringen, will er seine menschliche Gestalt zurückbekommen.
Die Liebste finden
Auf der Stelle begibt er sich auf die lange und gefährliche Suche, um seine Liebste zu finden. Nastja ist in der Zwischenzeit von ihrer bösen Stiefmutter aus dem Haus gejagt worden, weil alle heiratswilligen Freier nur um Nastjas Hand angehalten hatten. Die böse Tochter Marfuschka hingegen hatten sie keines Blickes gewürdigt. Nun irrt Nastja im eiskalten und tief verschneiten Wald umher. Die Ereignisse überstürzen sich. Iwan trifft auf gefährliche Räuber, die Hexe Baba Jaga mit ihrem funkensprühenden Besen, klasse gespielt von Axel Rauschenbach (Paarlauf-Vizeeuropameister 1989), und den schwarzen Kater (Laura Weigmann) und schließlich auf "Ded Moros" - Väterchen Frost (Werner Hölker). Freilich geht alles so aus, wie es das im Märchen muss. Das Gute siegt, das Böse geht unter. Etwas über 45 Minuten dauerte das Spektakel auf dem Eis, bei dem mehr als 90 Eisläufer, Profis und Amateure im Alter von sechs bis 40 Jahren, zeigten, was sie drauf haben. Seit über zehn Jahren bringt der DEC immer um die Weihnachtszeit ein Märchen aufs Eis, unter anderem "Frau Holle", "Max und Moritz" oder "Das tapfere Schneiderlein". Erstmals gastierte das Ensemble in Mitterteich. Wer die Aufführungen gesehen hat, wünscht sich eine Fortsetzung in der kommenden Saison.
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