Berlin
Handel gibt nach Kartenpanne Entwarnung
Banken und Sparkassen wollen Kunden Kosten für Probleme erstatten
Berlin. (AFP) Nach den Zahlungsproblemen mit Millionen von EC- und Kreditkarten seit Jahreswechsel sollen Verbraucher am Wochenende nun wieder problemlos einkaufen können. Der Handel gebe «Entwarnung», in den Geschäften seien die Kartenlesegeräte an den Kassen umprogrammiert worden, erklärte der Handelsverband Deutschland (HDE) am Freitag in Berlin. Banken und Sparkassen wollen ihren Kunden die durch die Probleme entstandenen Kosten erstatten.
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| Nach den Zahlungsproblemen mit Millionen von EC- und Kreditkarten seit Jahreswechsel sollen Verbraucher am Wochenende nun wieder problemlos einkaufen können. Bild: dpa |
Banken und Sparkassen kündigten an, ihren Kunden nach der Kartenpanne Gebühren etwa fürs Geldabheben bei fremden Instituten erstatten zu wollen, wenn diese in den Filialen der eigenen Bank am Automaten kein Geld mehr bekommen haben. Die Sparkassen würden Karteninhabern «diejenigen Gebühren ersetzen, die durch die Bargeldbeschaffung bei Banken beziehungsweise die Nutzung
alternativer Zahlungsmittel wegen der aktuellen Funktionseinschränkung bei EC- und Kreditkarten entstanden sind», erklärte der Chef des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Heinrich Haasis.
Die Sparkassen sind weitaus am stärksten von den technischen Schwierigkeiten betroffen, die zum Jahreswechsel aufgetreten sind. Rund 23,5 der 53 Millionen von Sparkassen ausgegebenen EC- und Kreditkarten sind mit fehlerhafter Software ausgestattet. Insgesamt haben 30 Millionen Zahlungskarten deutscher Banken und Sparkassen einen fehlerhaft programmierten Mikrochip, dessen Software die Jahreszahl 2010 nicht richtig verarbeiten kann. Deswegen hatte es vielfach Probleme beim Geldabheben an Automaten und bei Kartenzahlungen gegeben. Neben dem Handel ist auch an den meisten Geldautomaten das Problem aber wieder gelöst. Allerdings ist im Ausland weiterhin mit Problemen zu rechnen.
Auch die Volks- und Raiffeisenbanken wollen ihren Kunden entstandene Gebühren für die Bargeldversorgung erstatten. «Wir haben den Instituten schon am Montag empfohlen, kulant zu verfahren», sagte eine Sprecherin des Bundesverbandes der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken (BVR). Ein Sprecher des Bundesverbandes Deutscher Banken (BDB) sagte, «es ist Konsens in der Kreditwirtschaft, dass Kunden entstandene Schäden nicht tragen sollen.»
Banken- und Sparkassenverbände rieten betroffenen Kunden, Belege für die entstandenen Gebühren in ihre Filiale mitzubringen. Gebühren können neben dem Geldabheben bei einer anderen Bank unter anderem auch bei Bargeldüberweisungen ins Ausland angefallen seien wie etwa über den Finanzdienstleister Western Union.
Sparkassen-Präsident Haasis bat die betroffenen Kunden angesichts der Kartenprobleme um Nachsicht. «Dies tut uns leid und wir entschuldigen uns dafür», erklärte Haasis. Auch wenn ein fremdes Software-Unternehmen für die Probleme verantwortlich sei, könnten die Kunden fehlerfreie Leistungen von den Sparkassen erwarten.
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