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Amberg
Chip-Panne trifft Sparkasse schwer
Probleme bei 28 679 EC-Karten theoretisch möglich - Volksbank-Raiffeisenbank im Glück
Amberg. Der befürchtete Millennium-Effekt tritt mit zehnjähriger Verspätung ein. Seit Silvester können Bankkunden ihre Geldkarten nur eingeschränkt nutzen, weil der Chip die Jahreszahl 2010 nicht verarbeiten kann. In Amberg ist das Problem größer als zunächst angenommen. Susanne Meier von der Sparkasse Amberg-Sulzbach bestätigte auf AZ-Nachfrage, dass es bei 28 679 der 63 664 ausgegebenen Karten Schwierigkeiten geben kann.
"Höchst ärgerlich" nennt die Unternehmenssprecherin die Problematik, die die Sparkasse "relativ unvorbereitet getroffen" hat. Da der nummerische Wechsel von 1999 auf 2000 reibungslos verlief, musste davon ausgegangen werden, dass es nicht mehr zu Zwischenfällen kommen kann. Zudem habe es noch keine Kundenbeschwerden gegeben: "Bei uns kann man nicht von Chaos sprechen.""Der Fehler liegt am Chip", sagt Susanne Meier und relativiert, dass es sich bei den falsch programmierten Zahlungsmitteln ausschließlich um EC-Karten handelt: "Unsere Kreditkarten sind nicht betroffen." Die Sparkassensprecherin bittet um Verständnis und Geduld: "Ab Anfang nächster Woche sollte eigentlich wieder alles reibungslos funktionieren."
Eine gute Nachricht hat Susanne Meier schon jetzt. Am Donnerstag erfuhr sie vom Hersteller der schadhaften Chips, dass das Problem mit einer speziellen Software zentral behoben werden kann: "Die Karten müssen nicht ausgetauscht werden."
Auch bei der Amberger Volksbank- Raiffeisenbank war das Kartenproblem laut Vorstand Dieter Paintner ein Thema: "Wir haben das natürlich genau betrachtet." Aber Paintner kann die Inhaber der 26 000 Bankkarten beruhigen: "Ich kann zu 100 Prozent Entwarnung geben."
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