Von Thomas Kosarew |
07.01.2010
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Willy Astor
Lauter Melodien aus dem stillen Kämmerlein
Willy Astor präsentiert am 21. Januar Teil vier seiner Akustikreihe "Sounds of Islands" - Das Gitarrespielen selbst beigebracht
Willy Astor. Amberg. Wer die drei ersten "Sound of Islands"-Alben von Willy Astor (48) kennt, der ahnt bereits, dass der Kabarettist und Liedermacher auch in den vierten Teil all seine musikalische Kreativität gelegt hat. Mit seiner Band schickt er das Publikum in Amberg am 21. Januar im ACC ab 20 Uhr auf eine Entdeckungsreise, die eine Klangwelt nach der nächsten erschließt.
"Ich möchte mit meiner Musik eine Sprache finden, die von allen Menschen verstanden werden kann und sie genauso berührt wie mich", sagt Willy Astor, der am Dienstag unserer Zeitung Rede und Antwort stand.
Erstmal ein gutes neues Jahr. Sind Sie gut rübergerutscht?
Natürlich. Ich hab's gemütlich angehen lassen. Heute ist mein erster Arbeitstag. Ich bin noch dabei, mich etwas zu ölen.
Der Willy Astor, den wir aus den 90er Jahren kennen, war in erster Linie Wortakrobat, der Willy Astor von heute ist mehr denn je Musiker. Was hat sich geändert?
Willy Astor: Nicht sehr viel. Aber zu meiner großen Freude kann ich mehrere Schubladen aufmachen. Ich bin Komödiant, Liedermacher und kann Gitarre spielen. Ich bin da sehr frei. Jeden Tag immer das Gleiche zu machen, ist nichts für mich.
Aber wie ist aus dem Wortspieler der Gitarrenspieler geworden?
Willy Astor: Ich habe schon immer gerne musiziert und mich über die Hürden geärgert, die es zu überspringen gilt, wenn man besser sein möchte als andere. Man hat so Idole, an denen man sich dann orientiert.
Von Thomas Kosarew |
07.01.2010
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Willy Astor
Lauter Melodien aus dem stillen Kämmerlein
Willy Astor präsentiert am 21. Januar Teil vier seiner Akustikreihe "Sounds of Islands" - Das Gitarrespielen selbst beigebracht
Wer war das bei Ihnen?
Willy Astor: Ich glaube nicht, dass ich das Gefühl für Melodien ohne die Beatles entwickelt hätte. Ich habe aber auch viel von Freunden wie Peter Horton gelernt.
Das Gitarrespielen hat er Ihnen aber nicht beigebracht. Das waren Sie selbst.
Willy Astor: Das stimmt. Nach vier, fünf VHS-Kursen hab' ich mich ins stille Kämmerlein gesetzt und mir ein Handwerk beigebracht. Damals entstand auch die Idee zu meinem Akustikprojekt "Sound of Islands". Beim ersten Teil habe ich alles noch selbst eingespielt. Sechs Jahre später, 2000, kam dann eine Band dazu: Martin Kälberer, der auch mit Werner Schmidbauer auftritt, Kiko Pedrozo und Titus Vollmer. Das sind drei fantastische Musiker. Ich selbst würde mir aber nie unter meine Visitenkarte drucken lassen, dass ich Gitarrist bin.
Mittlerweile gibt es vier Teile von "Sounds of Islands", die strikt von eins bis vier durchnummeriert sind. Ist das für einen Wortkünstler wie Sie nicht etwas unkreativ?
Von Thomas Kosarew |
07.01.2010
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Willy Astor
Lauter Melodien aus dem stillen Kämmerlein
Willy Astor präsentiert am 21. Januar Teil vier seiner Akustikreihe "Sounds of Islands" - Das Gitarrespielen selbst beigebracht
Willy Astor: Darauf hat mich noch nie jemand angesprochen. Aber Sie haben Recht. Es ist nicht besonders kreativ. Aber wir reden jetzt über die Fassade und nicht über das Volumen und die Inhalte. Die haben sich weiterentwickelt. Aber vielleicht nenne ich den fünften Teil ja Quintessenz.
Eine Ihrer bekanntesten Kompositionen ist der "Stern des Südens", die Fanhymne des FC Bayern München. Wie kam es dazu?
Willy Astor: Mich hat der Vorgänger "Forever number one" irgendwann einmal tierisch genervt. Dann habe ich mich hingesetzt und eine Melodie komponiert.
Und mit der sind Sie zu Stadionsprecher Stephan Lehmann, den sie noch aus Ihrer Zeit als Schreiber für Antenne Bayern kennen.
Willy Astor: Er hat sich das angehört, fand's geil und hat gemeint, dass wir einen Text dazu schreiben sollten. Ein Vierteljahr später saßen wir bei Uli Hoeneß im Büro. Jetzt haben wir den Stern seit zwölf Jahren.
Willy Astor, der Fußballfan. Stimmt diese Bezeichnung?
Von Thomas Kosarew |
07.01.2010
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Willy Astor
Lauter Melodien aus dem stillen Kämmerlein
Willy Astor präsentiert am 21. Januar Teil vier seiner Akustikreihe "Sounds of Islands" - Das Gitarrespielen selbst beigebracht
Willy Astor: Auf jeden Fall. Ich bin oft im Stadion und bin dann irgendwie auch bei den Bayern in den engeren Zirkel gekommen. Das ist schön, aber ich bilde mir nichts darauf ein.
Es führte aber nicht so weit, dass sich Jürgen Klinsmann bei Ihnen ausheulte und sagte: Willy, ich muss mal mit dir reden?
Willy Astor (lacht): Nein. Da habe ich mit dem engeren Zirkel vielleicht etwas übertrieben. Ich habe keinen Zutritt zur Mannschaftskabine. Aber man kennt sich und geht vielleicht mal was miteinander trinken.
Der FC Bayern München war 2008 zum Traumspiel in Amberg. Uli Hoeneß hat deswegen der Stadt im Vorjahr zur 975-Jahr-Feier gratuliert. Wie gefällt Amberg Ihnen?
Willy Astor: Ich war positiv überrascht, welch schöne Altstadt Amberg hat. Es hat eine gute Atmosphäre. Wir versumpfen gerne mal in einem Caféhaus. Es ist nie verkehrt, in den Städten, in denen man auftritt, auch mal spazieren zu gehen. Wir gehen dann auch mal in ein Museum oder in die Kirche.
Von Thomas Kosarew |
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Willy Astor
Lauter Melodien aus dem stillen Kämmerlein
Willy Astor präsentiert am 21. Januar Teil vier seiner Akustikreihe "Sounds of Islands" - Das Gitarrespielen selbst beigebracht
Werden Sie am 21. Januar überhaupt die Zeit dazu haben?
: Normal schon. Wir kommen am Nachmittag an und machen dann erstmal den Soundcheck. Bis 20 Uhr haben wir dann schon noch Zeit. Am nächsten Tag treten wir in Regensburg auf. Das ist nicht so weit weg und wir müssen deswegen auch nicht so früh los.
Ihre Sympathie für Amberg hat aber noch nicht dazu geführt, die Stadt mit einem Wortspiel in Ihr Programm einzubauen.
Willy Astor: Da steht ein Auto am Berg - das wäre nicht wirklich witzig. Aber ich versuche in den Städten, in denen wir auftreten, auch komödiantisch zu sein. Ich komme ja nicht mit Frack und Zylinder auf die Bühne. Das fände ich affig.
Einen Fotografen der Amberger Zeitung, der zum nächsten Termin musste, haben Sie mal mit den Worten "Gehst schon wieder? Hat's dir net g'fallen?" aus dem Saal verabschiedet. Erinnern Sie sich?
Willy Astor (lacht): Echt? Nicht wirklich. Aber ich gehe in Amberg und Berlin genau so auf mein Publikum ein wie in Wien oder Basel.
Ihre Fans wissen das zu schätzen. Macht diese Spontanität auch einen Teil Ihres Erfolgs aus?
Willy Astor: Ich bin in der glücklichen Lage, seit 25 Jahren das machen zu können, was mir Spaß macht und auch noch davon leben zu können. Mir ging es nie um den Erfolg. Erfolg war nie mein erstes Motiv. Erfolg ist etwas, was sich einstellt oder nicht.
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