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München
Erstmals mehr Oberpfälzer als Oberfranken
Statistiker prophezeien bis 2028 noch größere Bevölkerungswanderungen
München. Die Oberpfalz ist nicht mehr der bevölkerungsärmste Bezirk Bayerns. Wie aus dem aktuellen Statistischen Jahrbuch für Bayern hervorgeht, trägt die "rote Laterne" nun Oberfranken. Zwar sank die Einwohnerzahl der Oberpfalz von 2007 auf 2008 um 2900 auf nur noch 1 083 780, doch waren die Verluste in Oberfranken mit über 6000 auf 1 082 516 noch höher.
Der Bevölkerungsrückgang in der Oberpfalz setzt sich aus einem Wanderungsverlust von 415 und einem Sterbeüberschuss von 2490 zusammen. Bis auf Stadt und Landkreis Regensburg mussten alle anderen Regionen in der Oberpfalz einen Einwohnerschwund hinnehmen. Am höchsten fiel er in den Landkreisen Amberg-Sulzbach (minus 839), Schwandorf (minus 742), Tirschenreuth (minus 598) und Neustadt/WN (minus 581) aus.Positiv entwickelte sich 2008 der Arbeitsmarkt in der Oberpfalz. Mit 122 916 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten wurde der Vorjahreswert um 2550 übertroffen. Die Zahl der Eheschließungen blieb mit 5227 konstant, während es bayernweit ein leichtes Plus gab.
Nach der amtlichen Prognose des Statistischen Landesamtes wird die Bevölkerung im Norden der Oberpfalz sowie im benachbarten östlichen Oberfranken und anderen ländlichen Regionen Bayerns weiter spürbar zurückgehen. Negativspitzenreiter wäre der Landkreis Wunsiedel mit einem Minus von 21,5 Prozent. Der Großraum München hingegen wird voraussichtlich weiter wachsen. Im Landkreis Erding wird ein Bevölkerungsplus von 15,5 Prozent erwartet.
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