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Amberg
Von der Straße weg zur Landratskandidatin
Wie Tanja Schweiger zu den Freien Wählern kam - Landtagsabgeordnete auf heißem Stuhl im Gregor-Mendel
"Fast wie am Marterpfahl", sagte Tanja Schweiger lachend, als sie auf dem leicht wackeligen "heißen Stuhl" Platz nahm. Aber Angst musste sie vor den Schülern des Gregor-Mendel-Gymnasiums keine haben - auch wenn ihr messerscharfe Fragen gestellt wurden. Die Landtagsabgeordnete der Freien Wähler gab freimütig zu, dass sie noch nie derartig im Mittelpunkt gestanden habe ("Ich sitze zum ersten Mal auf so einem heißen Stuhl"). Die rund 140 Zehntklässler gönnten der 31-Jährigen während der 90 Minuten trotzdem keine Schonfrist.Ihre Karriere bei den Freien Wählern begann "auf der Straße": "Ich wurde gefragt, ob ich als Landrätin kandidieren möchte." Wie es denn sein könne, dass eine politisch völlig unerfahrene Frau für eine nicht ganz unwichtige Position auserkoren werde, wollte ein Schüler wissen. "Weil die Freien Wähler eben so sind, wie sie sind", sagte Schweiger. Von den acht Kreisräten wäre keiner dabei gewesen, der noch was werden wollte. Nach ihrem "überraschend guten Ergebnis" sei sie auf der Oberpfalz-Liste auf Platz eins gesetzt worden. Damit begann ihre politische Karriere. Heute ist Tanja Schweiger nicht nur Landtagsabgeordnete, sondern auch noch Bezirksvorsitzende der FW Oberpfalz, Mitglied des Kreistages Regensburg und im Gemeinderat Pettendorf - und das, obwohl sie als junger Mensch "eher bürgerlich" gewählt hatte.
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