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Amberg
Auf zu Neuland in stürmischen Zeiten
Sandro Maxim zeigt extravagante Arbeiten: "Feindfahrt" - Bis 19. Dezember im A.K.T.
Amberg. (roa) Luigi ist nicht mal so groß wie eine Patronen-Hülse, aber er hat Heimweh. So sind Seefahrer eben: Garanten für große Gefühle. Gerade so wie Luigis "Erzeuger" Sandro Maxim, der mit einer ganzen fiktiven Seemanns-Crew in den Hafen von A.K.T. am Viehmarkt 4 eingelaufen ist. Mit "Feindfahrt" hat der Künstler seine aktuelle Ausstellung überschrieben, die bis 19. Dezember zu sehen ist und eine völlig neue Seite des Amberger Malers zeigt.
Luigi ist eine von Sandro selbst gegossene Zinnfigur, Feindfahrt ein 40 Kilo schweres Kriegsschiff-Modell mit integrierter Dampfmaschine, das der Künstler aus Elektroschrott und Fundstücken gebaut hat. Es schwimmt, rattert und schießt sogar - der Traum jedes kleinen Jungen.Diesen erfüllte sich auch Sandro Maxim mit dieser Ausstellung, denn er hatte sich schon als Kind gern mit dem Modellbau beschäftigt. Dahinter steckt natürlich noch weitaus mehr: Als Erwachsener mit Anspruch an das kreative Schaffen packte er eine seltene künstlerische Komponente oben drauf: Photogravüren. Mittels eines lichtempfindlichen Photopolymerfilms wird ein fotografisches Motiv auf Kupferplatte übertragen, mit der traditionellen Methode des Kupferstichs weiterbearbeitet und anschließend wie eine Radierung auf der Kupferdruckpresse gedruckt - eine spannende Kombination der Technik des 21. mit der des 16. Jahrhunderts. Als Motiv dienen jeweils die von Sandro Maxim gebauten Schiffsmodelle, die er selbst auf einem See in Sulzbach-Rosenberg in abenteuerlichen Situationen fotografiert hatte.
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