Abenteuer Kleinverlag
Der Regensburger KernVerlag auf der Frankfurter Buchmesse - Science Fiction aus der Domstadt
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| Verleger Peter Kern auf der Frankfurter Buchmesse. Bild: mon |
"Und dann habe ich den Arbeitskreis kleinerer unabhängiger Verlage entdeckt. Die Teilnahme bei seinem großen Gemeinschaftsstand bot sich an, weil die Standgebühr zahlbar war", berichtet Verleger Peter Kern. Interessant war es für ihn auch, an diesem Gemeinschaftsstand mit rund vierzig Kollegen Kontakte knüpfen zu können und Erfahrungen auszutauschen.
Fachbücher und Belletristik
Der KernVerlag existiert seit immerhin elf Jahren. Begonnen hat Peter Kern mit astrologischen Fachbüchern, dann kamen Sachbücher hinzu wie etwa Dr. Ulli Ottos "Auf den Spuren der Söhne der Großen Bärin".
Vor einem Jahr hat er sein Verlagsprogramm um eine neue Reihe erweitert, seither gibt es auch Belletristik bei ihm zu kaufen. Das erste Buch dieser Reihe trägt den martialisch anmutenden Titel "Kaliber 501 T-Rex" und in der Tat handelt es sich bei dem Science-Fiction-Thriller um eine blutige Jagd auf Dinosaurier. "Ich war von Rolf Peter Sloets Idee, eine Zeitmaschine zu konstruieren, um fanatische Großwildjäger in die graue Vorzeit zu schicken, fasziniert", berichtet der Kleinverleger.
"Nachdem kurz darauf noch ein weiterer Titel dazu kam und der dritte Belletristiktitel "Borneo" demnächst gedruckt wird, hat sich der Zeitpunkt einfach angeboten, endlich einmal selbst auf der Buchmesse vertreten zu sein", so Verleger Kern.
Schätzing und Schwan
"Es war schon mal spannend, Personen, die man sonst nur aus dem Fernsehen kennt, an sich vorbeilaufen zu sehen", gibt er zu. So signierte der Fernsehkoch Stefan Marquardt gleich am Nachbarstand seine Kochbücher, im Gang promenierten Berühmtheiten wie Gesine Schwan, Joschka Fischer oder Frank Schätzing zu ihrem nächsten Auftritt.
"Nach ein paar Tagen freilich, jagt einem die Promi-Parade keine Schauer mehr über den Rücken", grinst Kern. Und es geht ja auch in erster Linie darum, die eigenen Titel an den Mann zu bringen.
"An den drei Händlertagen hat sich in Sachen Buchbestellungen allerdings nicht viel getan. Das rückläufige Auftragsvolumen haben auch die großen Verleger-Kollegen gespürt", erzählt er. Das Interesse des Lesepublikums war im Gegensatz dazu ungebrochen groß.
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