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Der Angriff des Verteidigers
Kommentar von Josef Maier
Es ist unumstritten: Uli Hoeneß ist der Mann, der den FC Bayern geprägt hat. Er hat die "Roten" seit Ende der 70er Jahre nach und nach zu Deutschlands Renommierklub geformt. Dafür gebührt dem Manager Riesenanerkennung.
Es ist unumstritten: Philipp Lahm hat Recht. Sein Interview, seine Mahnungen an die Bayern-Bosse treffen das Dilemma genau. Keine Spielphilosophie! Schlechte Transferpolitik! Wer am Sonntag in den Internetforen stöberte, fand nahezu nur Zustimmung für Lahms Angriff. Uli Hoeneß hört aber nicht hin, droht nur. Dabei hat die Bayern-Führung ein hohes Maß an Verantwortung. Der Manager verhält sich dennoch wie so viele Führungskräfte in diesem Land. Sie werden über die Jahre hinweg kritikunfähiger, ihr Handeln anzuzweifeln, grenzt an Majestätsbeleidigung.
Es ist aber unumstritten: Die Transferpolitik vor der Saison war miserabel. Louis van Gaal mag Braafheid und Pranjic gefordert haben, doch der Vorstand musste den Personalien zustimmen. Mit van Bommel und Timoschtschuk gibt es zwei Defensivsechser, die vom Auftreten her kaum ähnlicher sein könnten. Im Sturm herrschte bei Klinsmann Personalmangel, jetzt gibt's mit Toni, Gomez, Klose und Olic vier Zentralstürmer, obwohl oft nur einer gebraucht wird.
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