Von Josef Maier |
28.10.2009
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Neustadt/WN
Fußballfabrik auf dem Neustädter Felixberg
International Soccer Bank (ISB) beliefert von der Oberpfalz aus Profi-Klubs mit Informationen von Spielern aus aller Welt
Jürgen Kost (rechts) und sein Bruder Thomas. Die beiden Neustädter gründeten vor zehn Jahren die ISB. Bild: hfz
Es ist fast wie Weihnachten. Wenn sich ein Trainer einen neuen Spieler wünscht, kann er sich den in dieser Datenbank aussuchen wie in einem Katalog. Starker Linksfuß? Gutes Kopfballspiel? Pferdelunge? Alle Details sind beschrieben. Ob der Coach den Kicker bekommt, ist Verhandlungssache zwischen den Klubs, aber er kann sich hier vorab bestens informieren. "Wir haben 87 000 Fußballer in der Kartei", berichtet Jürgen Kost.
Er und sein Bruder Thomas leiten die International Soccer Bank (ISB), die weltweit agiert - und ihren Sitz in Neustadt an der Waldnaab hat. Auf dem Felixberg. Im Wohnhaus ihrer Eltern laufen die Fäden zusammen. "Es braucht doch keinen Glaspalast für ein Unternehmen", sagt der 43-Jährige Jürgen locker. "Es braucht nur eine Internetleitung, und dann kann es losgehen."
Auch die Geschäftsphilosophie des Unternehmens, das in diesen Wochen sein zehnjähriges Jubiläum feiert, ist einfach: "Wir verkaufen Daten und Infos an professionelle Fußballvereine und Verbände." Die Referenzliste schmückt so manch beeindruckender Name: Der FC Barcelona, Arsenal London, Bayern München oder der FC Basel gehören genauso zu den Kunden wie etwa Drittligist FC Ingolstadt. Sie alle bekommen von den Neustädtern, kompakt zusammengetragen, wichtige Informationen über Spieler, die sie eventuell verpflichten wollen. Vor kurzem war Jürgen Kost in London, um mit dem FC Fulham zu verhandeln. Und vielleicht gehört auch bald Celtic Glasgow zum Kundenkreis. Ein dickes Lob für die Oberpfälzer gibt es von einem der besten Trainer der Welt: "Wir nutzen die ISB-Datenbank jetzt seit ein paar Jahren", sagt Arsène Wenger vom FC Arsenal. "Ich finde, es ist ein sehr effizientes Produkt. Das hohe Maß an gelieferten Informationen macht es zu einem wichtigen Instrument unserer Talentsuche."
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Fußballfabrik auf dem Neustädter Felixberg
International Soccer Bank (ISB) beliefert von der Oberpfalz aus Profi-Klubs mit Informationen von Spielern aus aller Welt
Anderson von Manchester United (links) gegen Portos Raul Meireles. Die ISB aus Neustadt⁄WN kennt auch die fußballerischen Stärken und Schwächen dieser beiden Profis aus der Champions League ganz genau. Bild: dpa (2)
Wichtig ist die schnelle Aktualisierung. "Unser Produkt verändert sich von Stunde zu Stunde", erklärt Jürgen Kost, der in der Jugendzeit höherklassig gespielt hat, nach einer Verletzung aber seine junge Karriere beenden musste. Entscheidend sei es, schneller zu sein als andere - das, was auch für die Vereine bei Spielerverpflichtungen gelte. Profiligen von Argentinien, Brasilien, Peru über Slowenien bis hin zu Russland werden akribisch verfolgt. Kunden können spätestens 24 Stunden nach Spielschluss die Aufstellungen von Spielen abrufen und im Netz schauen, ob und wie sich das Objekt der Begierde auf dem Rasen präsentiert hat.
Abwehrspieler mit Tordrang, hart grätschender Abräumer oder dribbelstarker Stürmer - was man herausfinden kann, finden die Mitarbeiter heraus. 18 gibt es mittlerweile von ihnen, weitere werden gesucht. Thomas Kost (40), der vor einigen Jahren kurz Trainer beim Zweitligisten Greuther Fürth war und weiter als Talentscout für Arsenal London unterwegs ist, arbeitet von Berlin aus. Christian Fröhlich aus Wölsendorf bei Nabburg hält die Datenbank technisch am Leben. Ein Mitarbeiter sitzt auch in Rio de Janeiro für den so wichtigen südamerikanischen Markt, ein Kollege beobachtet von Budapest aus den für Klubs immer interessanter werdenden Markt in Osteuropa.
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Fußballfabrik auf dem Neustädter Felixberg
International Soccer Bank (ISB) beliefert von der Oberpfalz aus Profi-Klubs mit Informationen von Spielern aus aller Welt
Videos von Fußballern
"Wir nutzen die ISB-Datenbank jetzt seit ein paar Jahren. Ich finde, es ist ein sehr effizientes Produkt. Das hohe Maß an gelieferten Informationen macht es zu einem wichtigen Instrument unserer Talentsuche." (Arsène Wenger, Trainer des FC Arsenal London)
Die Kosts und ihr Team sind natürlich ständig auf der Suche nach Neuerungen: "Mittlerweile ist unser System auch stark Video-basiert." Die Kunden können sich kleine Filmchen von Spielern runterladen, die Mitarbeiter weltweit auf irgendwelchen Kanälen aufgenommen haben. Die Computer, die ständig mit Zahlen, Sätzen und Videosequenzen gefüttert werden, laufen auf Hochtouren. Sogar Vater Erwin und Mutter Paula greifen ein, wenn die Datenmenge, die eingetragen werden muss, überquillt. "Von früh morgens um sechs bis spätabends wird aktualisiert", erläutert Jürgen Kost. Nur an einem Tag im Jahr schlafen die Computer komplett - an Heiligabend.
Das neueste Produkt der ISB ist der Matchpilot. "Man kann sich natürlich das Ganze auch vorab selbst aus dem Internet zusammensuchen", erklärt der Neustädter. Die ISB-Mitarbeiter tragen alle interessanten Spiele zusammen, die zu einer bestimmten Zeit in einer Region angepfiffen werden. Mit ein paar Mausklicks nur wissen Talentspäher oder auch 120-prozentige Fußballfans, welche Partien etwa am Wochenende im Raum Düsseldorf - von der zweiten Liga bis zu Jugendligen - anstehen.
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Fußballfabrik auf dem Neustädter Felixberg
International Soccer Bank (ISB) beliefert von der Oberpfalz aus Profi-Klubs mit Informationen von Spielern aus aller Welt
Ein Klick für alle Spiele
"Bayerns Chefscout Wolfgang Dremmler brauchte früher immer Stunden, um seine Mitarbeiter zu verplanen", weiß Jürgen Kost. Jetzt druckt er einfach aufs ISB-Knöpfchen. Und auch die große Schar der sogenannten Groundhoppers, die Jungs und Mädels, die keine Briefmarken oder Sonstiges, sondern Fußballspiele sammeln, sollen gewonnen werden: "Das ist eine Gemeinde, das ist unglaublich, wie die auf dem Planeten rumtanzen."
Die ISB-Mitarbeiter haben Abertausende von Informationen, doch eines lässt sich damit nicht sicher sagen. Jürgen Kost: "Es ist nicht vorherzusehen, wer es im Profifußball ganz nach oben schafft." Womöglich schlummert auf den Neustädter Festplatten ein kommender Superstar.
Eine filmreife Vorführung hat der Fahrer eines Kleintransporters in Oberbayern vollführt: Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, war der 50 Jahre alte Mann mit seinem Fahrzeug am Mittwochabend bei Höhenkirchen (Landkreis München) zu schnell unterwegs und kam von der Straße ab.
Eine filmreife Vorführung hat der Fahrer eines Kleintransporters in Oberbayern vollführt: Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, war der 50 Jahre alte Mann mit seinem Fahrzeug am Mittwochabend bei Höhenkirchen (Landkreis München) zu schnell unterwegs und kam von der Straße ab.
Eine filmreife Vorführung hat der Fahrer eines Kleintransporters in Oberbayern vollführt: Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, war der 50 Jahre alte Mann mit seinem Fahrzeug am Mittwochabend bei Höhenkirchen (Landkreis München) zu schnell unterwegs und kam von der Straße ab.
Eine filmreife Vorführung hat der Fahrer eines Kleintransporters in Oberbayern vollführt: Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, war der 50 Jahre alte Mann mit seinem Fahrzeug am Mittwochabend bei Höhenkirchen (Landkreis München) zu schnell unterwegs und kam von der Straße ab.
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