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Grafenwöhr/Ansbach
"Weg mit den Hubschraubern, der Teufel soll sie hol'n"
Kundgebung: Bürgerinitiative "Etz langt's!" aus Ansbach solidarisch mit Grafenwöhrern
Ein kleines Grüppchen zeigte sich solidarisch mit den Grafenwöhrern: Die Bürgerinitiative "Etz langt's!" aus Ansbach forderte am Samstagnachmittag bei ihrer Kundgebung an der Wache I: "Hubschrauber weg aus Grafenwöhr!"Nachdem die Helikopter der US-Armee lange über Bad Windsheim und Ansbach kreisten, werden viele Übungsflüge inzwischen nach Grafenwöhr verlegt. "Das wollen wir nicht! Was in Ansbach nicht geht, wollen wir auch nicht in Grafenwöhr. Ob der Fluglärm in Ansbach weniger wird, wird sich noch zeigen. Schließlich wollen wir nicht eingemauert werden. Lärmschutz heißt Schutz des Lebens", so die Botschaft der Demonstranten. Der Lärmpegel sei nur ein Teilaspekt des Problems. Viel entscheidender sei, dass es von hier aus um Krieg geht. "Das ist eine Sache, die wir nicht hinnehmen dürfen", forderte Pfarrer Hansjörg Meyer, der Vorsitzende der Bürgerinitiative "Etz langt's!".
"Nach dem Grundgesetz sind wir dazu verpflichtet. Angriffskriege dürfen nicht durchgeführt und vorbereitet werden." Die Staatsregierung und die Berliner Politiker würden die Bürgerinitiativen gern gegeneinander ausspielen. "Wir müssen aufpassen und zusammenhalten und nicht nach dem Floriansprinzip denken. Dass wir bisher die Truppen ertragen haben, die für ihre Kriege üben, ist unsere Schuld", sagte Meyer. "Der Flug- und Schießlärm rund um den Übungsplatz stört. Aber der Bürgerprotest stößt leider auf taube Ohren", sagte Klaus Bergmann, Kreisvorsitzender der "Grünen". "Ich hoffe, dass diese Protestaktion Wirkung zeigt und der Zustand abgeschafft wird."
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