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Flossenbürg
Fackelträger der Demokratie
Kultusminister Ludwig Spaenle würdigt Engagement des Fördervereins für die KZ-Gedenkstätte
Flossenbürg. (nm) "Flossenbürg macht Geschichte." Mit diesen Worten würdigte Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle das Engagement in der Grenzgemeinde und speziell die Arbeit im Förderverein für die KZ-Gedenkstätte. Die mehr als 130 Mitglieder zählende Gemeinschaft feierte am Freitag zehnjähriges Bestehen.
Im Sitzungssaal des Rathauses ließ Spaenle keinen Zweifel daran, dass in der Grenzgemeinde vorbildlich mit einer Geschichtsepoche umgegangen wird. Aus deren Schrecken, Terror und Grausamkeiten ergebe sich eine Pflicht für die Zukunft: "An Opfer zu erinnern, Fackelträger der Demokratie zu sein und Friedensarbeit für kommende Generationen zu leisten, ist Aufgabe aller Deutschen. In Flossenbürg wird das 'Nie wieder' gelebt. Ich verneige mich vor dem Ort und vor den Menschen."Bald Weltgedenkerbe?
Der Direktor der Stiftung Bayerische Gedenkstätten, MdL Karl Freller, ging einen Schritt weiter. Es sei sinnvoll und angebracht, bei der Unesco über den Begriff "Weltgedenkerbe" nachzudenken. "Rund um den Erdball gibt es Orte, die helfen, aus Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu lernen. Flossenbürg gehört, hält man sich die Leistungen zu Gunsten des Ziels vor Augen, dazu."
Was darunter im Detail zu verstehen ist, führte am Beispiel des Fördervereins Altbürgermeister Johann Werner vor Augen. Der Vorsitzende ließ die Zeit ab 3. September 1999 Revue passieren: "Als erstes Projekt nahmen wir den Aufbau einer Datenbank mit den Namen der Häftlinge in Angriff. Viele Aktivitäten folgten. Das reicht von der Partnerschaft mit dem Erinnerungszentrum im französischen Thouars über die Unterstützung von Publikationen bis hin zur Mitarbeit im Kuratorium des Stiftungsrates."
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