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Bundestags- kandidaten im O-Netz-Chat

Werner Schieder (SPD), Wahlkreis Weiden

Werner Schieder wurde am 13. September 1948 in Ellenbach (Landkreis Neustadt/WN) geboren, lebe in Weiden in der Oberpfalz, bin verheiratet und habe zwei mehr...
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Albert Rupprecht (CSU), Wahlkreis Weiden

Der 41-Jährige gelernte Diplom-Volkswirt stammt aus Albersrieth (Landkreis Neustadt a.d. Waldnaab) und wuchs mit sechs Geschwistern auf. mehr...
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Johann Mayer (Die Grünen), Wahlkreis Weiden

Johann Mayer wurde 1960 im Klosterdorf Speinshart (Landkreis Neustadt/Waldnaab) geboren und lebt noch heute dort. Der Grünen-Politiker ist verheiratet und mehr...
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Konrad Dippel (Für Volksentscheide), Wahlkreis Weiden

Der Unternehmer Konrad Dippel ist 38 Jahre alt, hat eine Lebensgefährtin und zwei Kinder: Kilian ist acht und Willibald 14 Jahre alt. Mit ihnen lebt er in Trabitz, wo er auch mehr...
21.09.2009  | Netzcode: 2010688  |  1217 Mal gelesen.

Bundestagskandidaten im O-Netz-Chat

Johann Mayer (Die Grünen)

Johann Mayer wurde 1960 im Klosterdorf Speinshart (Landkreis Neustadt/Waldnaab) geboren und lebt noch heute dort. Der Grünen-Politiker ist verheiratet und Vater zweier kleiner Töchter. Nach der Schule studierte Mayer Landwirtschaft an der FH Triesdorf.

Johann Mayer
Nach dem Abschluss als Diplom- Agraringenieur führte er einen Bioland-Betrieb mit Mutterkuhhaltung.

Wegen gesundheitlicher Probleme gab der Landwirt 2004 den Betrieb auf, machte eine Ausbildung zum Elektroniker und ist seitdem als Prüfer für Röntgen- und Bestrahlungsgeräte bei einem renommierten Hersteller in der Region tätig.

Johann Mayer ist seit 2007 Mitglied bei den Grünen und 2. Sprecher im Kreisverband Neustadt/Wn. 2008 kandidierter er als Listenkandidat für die Landtagswahl, in diesem Jahr bewirbt er sich als Direktkandidat im Wahlkreis 235 (Weiden) für den Deutschen Bundestag.


Der Chat in voller Länge:



Bundestags-Chat mit Johann Mayer

HeinerBöll: Hallo Herr Mayer, macht es politisch aus Ihrer Sicht wirklich so viel Sinn, wie am Wochenende geschehen, jede Stimme für die SPD als Stimme für die Große Koalition zu bezeichnen und damit nach der Westerwelles Absage an eine Ampelkoalition und der eigenen Ablehnung von Jamaika ausgerechnet beim einzigen möglichen Koalitionspartner auf Stimmfang zu gehen? Joschka scheint mir da doch der bessere Stratege gewesen zu sein. Grüße, HeinerBöll

Johann_Mayer: Hallo Herr Böll, ich persönlich will mehr die Nichtwähler und die Wechselwähler ansprechen. Ich sehe es eigentlich nicht so, nur bei der SPD auf Stimmenfang zu gehen. Bei möglichen Koalitionen ist vieles möglich, jedoch müssen die grünen Themen (Atomaustieg, Gentechnik, regenerative Energie und die nachhaltige, soziale und ökologische Ausrichtung der Gesellschaft) im Vordergrund bleiben. Ich glaube deshalb nicht, dass eine Schwarz-Grüne Koalition oder eine Jamaika-Koalition möglich ist. Die Gegensätze bei den grünen Themen sind zu groß. Die grünen Themen sind für unsere Zukunft viel zu wichtig, um sie mit zu großen Kompromissen zu verfälschen.

miguel69: Sehr geehrter Hr. Mayer, ich bin ein FDP-Wähler, bin aber sehr enttäuscht, dass die Bündnis90/Grünen Jamaika eine Absage erteilen, wo doch die CDU einziger Garant ist, um die kommunistische Gefahr in der BRD nicht noch einmal hochkommen zu lassen, unter der SIE, gerade Ihre Partei sehr gelitten hat? Die CDU ist leider auch schon viel zu sozialdemokratisch, als dass es für Sie ein "Schreckgespenst" sein kann!

Johann_Mayer: Ich denke nicht, dass die kommunistische Gefahr in Deutschland gegeben ist. Wie im vorherigen Beitrag bereits erwähnt, wird eine Jamaika-Koalition nicht möglich sein. Die CDU/CSU und die FDP müssten sich von ihrem Programm zu weit entfernen.

miguel69: Danke Herr Mayer, dann viel Spaß bei weiteren 4 Jahren Opposition! Ich kann nicht verstehen, wie eine Umweltpartei, für regenerative Energie bin ich auch!, gleichzeitig so links sein kann? Glauben Sie im Ernst, dass Sie soziale Themen nicht schon ausreichend besetzt sind? Konzentrieren Sie sich lieber auf Ihr "Kerngeschäft".

Johann_Mayer: Das Kerngeschäft der Grünen ist nicht nur die Umwelt. Es hat sich gezeigt, dass die Grünen bei Wirtschafts- und Finanzpolitik die Kompetenz besitzen.

borussia: Hallo Herr Mayer, mich stört seit Jahren schon der Solizuschlag. Dieser Zuschlag wurde doch für den Aufbau Ost ins Leben gerufen. Heute werden doch Steuerlöcher gestopft. Wenn Sie in der Bundesregierung sind, wie gehen Sie damit um? Planen Die Grünen diese Sondersteuer abzuschaffen?

Johann_Mayer: In der Zeit der hohen Staatsverschuldung sollte man den Solizuschlag nicht abschaffen. Es ist besser den Zuschlag für Bildung und Energiewende zu verwenden. Wir haben schon zu lange auf Kosten der kommenden Generationen gelebt und können diesen nicht weiter nur die Probleme hinterlassen. Mit einer guten Bildung und einem Umbau zur regenerativen Energieversorgung, können wir ihnen einen Weg für eine bessere Zukunft bereiten. Diese Umwidmung ist im Wahlprogramm der Grünen enthalten.

Arango: Herr Meyer, Sie möchten den Atomaustieg. Ist der Umstieg auf alternative Energie, welche ich sehr befürworte, von den Kosten umsetzbar?

Johann_Mayer: Bei den Kosten für Atomkraft wird leider nur die Energieerzeugung berücksichtigt. Es werden nicht die ca. 100 Milliarden Subvention berücksichtigt. Es gib keine Versicherung, die dieses Risiko übernehmen will. Es wird bei einem Unfall auf die Allgemeinheit umgelegt. Die Entsorgung ist nach über 5o Jahren noch nicht geklärt. Die Kosten für die Erforschung der Endlager wird vom Steuerzahler übernommen (Beispiel: Asse II, 2,5 Milliarden vom Steuerzahler).Die Kosten der Alternativen Energien sind in den letzten Jahren immer mehr gesunken. Die fossilen Brennstoffe (auch Uran) werden in Zukunft immer knapper und deshalb auch teuerer. Für die Herstellung von 1t Brennstab müssen heute schon 1000- 2000t Uranerz abgebaut und angereichert werden.

ebay: Herr Mayer, was unterscheidet Sie von der ÖDP?

Johann_Mayer: Meiner Meinung nach ist die ÖDP zu nah bei der CSU. Die grünen Themen werden zwar angesprochen, aber zu wenig angegangen.

paul: Hallo Herr Mayer, wir planen den Bau eines KFW55 Haus. Wird ein Scheitholzofen mit Solar als Heizungspaket gekauft, so erhalte ich von der BaFa einen Zuschuss für die Solarheizung und den Ofen. Wenn ich das System mit einem Wassergeführten Kamin statt einen Scheitholzofen kaufe erhalte ich nur einen Zuschuss für das Solarfeld. Warum wird beim gleichen Heizmaterial unterschieden?

Johann_Mayer: Ein wassergeführter Kaminofen ist ganz einfach zu ineffizient. Die Abgastemperatur beträgt mehrere Hundert Grad. Ich heizte selbst einige Jahre mit diesem System und habe mich schnell von ihm getrennt. Deswegen ist dieses System nicht förderwürdig.

Marx: Herr Mayer, in den letzten Jahren hat die Jugendgewalt in meinen Augen sehr zugenommen. Der letzte Vorfall in Solln macht mich sehr Nachdenklich. Leider bekommen diese Täter doch eh nur Sozialstunden, Bewährung, kommen wegen guter Führung vorzeigt aus dem Gefängnis, oder da die Kindheit so schlecht war passiert nichts. Ist unser Strafsystem ungeeignet?

Johann_Mayer: Ich denke nicht, dass die Probleme beim Strafsystem zu suchen sind. Das Problem beginnt schon viel früher und zwar in der Schule. Die Klassen sind zu groß und die Lehrer können sich nicht um alle Schüler genügend kümmern. In der Hauptschule werden sie zu wenig gefördert. Wenn sie den Abschluss nicht schaffen und keine Lehrstelle bekommen, fallen sie in ein tiefes Loch. Die Kinder sollten lieber von Anfang an besser gefördert werden, damit sie bessere Zukunftsaussichten bekommen. Es ist also besser die Probleme im vornherein zu bekämpfen.

hansemann: Naja Herr Mayer, ein Wassergeführter Kamin heißt aber KEIN ÖL; KEIN GAS; KEINE KOHLE; Nur Holz. Das ist doch im Sinne von den grünen Grundsätzen, oder?

Johann_Mayer: Es ist zwar ein grüner Grundsatz, doch sollte auch die Energieeffizenz beachtet werden. Außerdem brauchen sie mit einem modernen Scheitholzofen wesentlich weniger Holz.

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Der 45-jährige selbstständige Steuerberater und Diplomkaufmann wohnt in Weiden. Ziegler ist verheiratet und hat zwei Kinder Der 45-jährige selbstständige Steuerberater und mehr...
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Die gebürtige Döllnitzerin ist seit etwa 35 Jahren ehrenamtlich tätig. Seit drei Wochen ist die 48-Jährige Mutter dreier Kinder auch Großmutter. Als Landes- vorsitzende des mehr...
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Der Kandidat der Linken Sandro Hammer wurde am 07.09.1974 in Weiden i.d.Opf geboren. Der gelernte Einrichtungsberater hat mit seiner Lebensgefährtin drei Kinder. mehr...