Frankenreuth
Mit "Morpheus" in die Mongolei
Fernweh zieht Familie Schwarzmeier für unbestimmte Zeit nach Asien und dann nach Kanada
Frankenreuth. (fjo) Wolfgang und Diana Schwarzmeier hat wieder die Reiselust gepackt. Am Dienstag brachen die beiden Reggae-Fans mit den stilechten Dreadlocks samt Töchterchen Gaia in die Mongolei auf - im umgebauten Sanitätslaster "Morpheus", der schon etliche Kilometer unter der Motorhaube hat.
Erstes Ziel Griechenland
Dort haben die Eheleute als Erzieherin und Elektriker gearbeitet. Mit dem dabei verdienten Geld finanzieren die beiden ihr neues Asien-Abenteuer. Über Tschechien und Ungarn führt die erste Etappe nach Griechenland, um dort zu überwintern.
Sobald sich der Frühling 2010 ein bisschen ankündigt und die Pass-Straßen frei sind, wollen die Schwarzmeiers in die Türkei aufbrechen. Über den Iran, Turkmenistan, Usbekistan und Kasachstan steuern sie dann die Mongolei an, wo sich der 30-jährige Familienvater einen lange gehegten Traum erfüllen möchte: "Einmal mit Pfeil und Langbogen mit den Einheimischen auf die Jagd gehen."
Wie lange der Aufenthalt in der Mongolei wirklich dauert, hängt vom Gefährt ab. "Wir wollen fahren, soweit uns Morpheus' Räder tragen, die Finanzen es erlauben, aber am allerliebsten einmal rundherum um den ganzen Globus."
Denn Wladiwostok im östlichsten Sibirien haben die Abenteurer auch noch auf dem Programm. Etwa im Herbst 2010 soll es soweit sein. Während der Lkw sechs bis acht Wochen verschifft wird, wollen die Schwarzmeiers nach Hause fliegen und dort warten, bis "Morpheus" auf dem amerikanischen Kontinent angekommen ist. Dann fliegen sie ihm wieder entgegen.
Mit einer großen Abschiedsfeier verabschiedete die Großfamilie Schwarzmeier ihre Weltenbummler. Vater Berthold hat vollstes Vertrauen zu seinem Sohn und dessen aus Plauen stammender Frau. "Sie achten darauf, nicht durch Krisengebiete zu fahren."
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