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Kurz notiert
Rundgang durch
den Klosterhof
Speinshart. (maw)Der Ausflug in die Erdgeschichte begann im Klosterdorf. Dort rief der Gästeführer und Geoparkranger Kurt Pongratz die Anfänge des Klosters in Erinnerung. Bei einem Rundgang erläuterte er die verschiedenen Häuser, die vor der Säkularisation 1803 andere Funktionen hatten als heute. Den Abschluss des Häuserensembles, unter anderem mit ehemaliger Brauerei, Mälzerei, Bäckerei, Verwaltungsgebäude, Richterhaus und einer Herberge, bildete die Wieskapelle. Sie hatte vor ihrer Sanierung nahezu 170 Jahre als Kuhstall und Scheune gedient.
Pongratz ging auch auf die Grabungen am Barbaraberg in den Jahren 1992 bis 1995 ein. Dokumentiert wurden in 161 Gräbern die sterblichen Überreste von 297 Personen. Anhand des Fundmaterials (bei Frauen-Bestattungen aufgefundene Schläfenringe und einer Frauentracht zugehörige S-Schleifenringe) konnten sie eindeutig dem slawischen Kulturkreis zugeordnet werden. Die anthropologische Untersuchung der Skelette ergab, dass sie vermutlich einer wohlhabenderen Gruppe angehörten und durchaus über die Mittel verfügten, um den Bau der ersten Kirche um das Jahr 1000 zu veranlassen, auf deren Fundamentreste die Archäologen im Zuge dieser Ausgrabungen ebenfalls gestoßen waren.
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