Thanstein
Wo der Frosch himmelblau quakt
"Prackendorfer und Kulzer Moos": Einzigartiges Paradies seltener Pflanzen und Tiere
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| Wo der Oberpfälzer Wald in den Bayerischen Wald übergeht, schmiegt sich Thanstein in einer abwechslungsreichen Wald- und Berglandschaft an einen sanften Berghang. |
Thanstein. (kö) Das Wollgras entzückt mit seinen weißen nickenden Wollschöpfen, Moorveilchen und Sumpfblutauge setzen bunte Farbtupfer. Prächtig gefärbte Libellen schwirren durch die Luft, der Moorfrosch hat zur Paarungszeit ein himmelblaues Hochzeitskleid angelegt und im Geäst zwitschern Zilpzap, Grauspecht und Buchfink: das Naturschutzgebiet "Prackendorfer und Kulzer Moos" taucht den Besucher in eine schützenswerte Welt mit seltenen Tieren und Pflanzen ein, die es im weiten Umkreis nur hier gibt.
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| Im Naturschutzgebiet "Prackendorfer und Kulzer Moos" taucht den Besucher in eine schützenswerte Welt mit seltenen Tieren und Pflanzen ein. Bilder: Götz (5) |
Wie sein Naturführer-Kollege Reinhold Dietl oder Eva Müller-Simeth führt er vorwiegend in der Hauptsaison zwischen April und Oktober Besuchergruppen auf dem etwa drei Kilometer langen Rundweg durch das rund 80 Hektar große Moorgebiet südlich von Kulz in der Gemeinde Thanstein.
Während im Frühjahr die erwachende Natur mit seltener Vegetation - darunter über hundert gefährdete Arten der Roten Listen - begeistert, macht sich im Herbst bei aufziehendem Nebel schaurige Atmosphäre breit. Entstanden ist das Prackendorfer und Kulzer Moos durch Versumpfung in einer fast abflusslosen Senke mit wasserundurchlässigen Schichten.
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| Die Ruhe trügt: Am Mühlweiher ist es nicht immer so beschaulich. Zum Baden, Bootsfahren, Angeln und Zelten ist er längst kein Geheimtipp mehr. |
Bereits 1868 wurde die durchschnittlich drei bis vier Meter mächtige Torfdecke auf einer Fläche von fast 200 Tagwerk vorwiegend für Brennzwecke zur Bronzeherstellung oder auch für eine Ziegelei genutzt. In manchen Jahren arbeiteten bis zu 200 Menschen im Moor. Anfang der 60er Jahre endete schließlich auch die Torfnutzung in diesem Gebiet und seit 1987 ist das Moorgebiet geschützt und als FFH-Gebiet ausgewiesen.
Alle Artikel "Urlaub daheim" im Internet: www.oberpfalznetz.de/urlaubdaheim
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| Das Stonehenge in Kulz: Ein Monument aus heimischem Granit, ein Dokument gemeinsamen Handelns und ein Zeugnis für gelebte Geschichte. |
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