Schwarzhofen
Eine Kaiserin, Hussiten und der Arzt des Königs
Einige spannende Kapitel weist die Geschichte der Marktgemeinde auf: 1237 wird der Ort erstmals auf einer Schenkungsurkunde der Grafen von Ortenburg erwähnt, das genaue Gründungsdatum wird aber bereits im 10. oder 11. Jahrhundert vermutet.Bedeutung erlangt der Ort im Hochmittelalter durch die Gründung eines Dominikarinnenklosters. Prominentester Besucher: Kaiserin Elisabeth, Gemahlin Konrads IV., weilte hier von 1250 bis '54 während des Italienfeldzugs ihres Sohnes Konradin. Keine 200 Jahre später wurden Ort und Kloster von den Hussiten heimgesucht, die Schwarzhofen ganze drei Mal (1418, 1427 und 1428) niederbrannten.
Zu den größten Söhnen Schwarzhofens Johann Nepomuk Ringseis (geboren 1785): Er schaffte es bis zum Uni-Professor und machte als Ministerialreferent und Leibarzt des bayerischen Königs Ludwig I. steile Karriere. Sein Geburtshaus (mit Gedenktafel) steht direkt am Marktplatz. Ein weiterer Schwarzhofener wurde als bedeutender General bekannt: Johann Baptist Stephan (1808 bis 1875) war Generalstabsoffizier des griechischen König Otto. Nach der Schlacht bei Wörth wurde er in den Adelsstand erhoben.
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