Von (hou) |
24.08.2009
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Ellwangen/Schirmitz
Helikopter verglüht im Feuerball
Achim Üblacker aus Schirmitz stirbt bei schwerem Luftfahrtunfall - Vier Tote aus Wrack geborgen
Ellwangen/Schirmitz. (hou) Das tragische Geschehen vollzog sich am Sonntag um 15.21 Uhr in Sekundenbruchteilen. Vor den Augen zahlreicher Zuschauer kollidierten beim Flugplatzfest in Ellwangen-Erpfental ein Hubschrauber und ein Sportflugzeug. Vier Menschen starben, darunter auch der Helikopterpilot Achim Üblacker (42) aus Schirmitz bei Weiden.
Der Unglückshubschrauber vom Typ Robinson R44, aufgenommen am Sonntag in Ellwangen-Erpfental (Ostalbkreis) kurz vor dem Start. Die Maschine gehörte dem Unternehmen "Heli-Flug" aus Waldsassen, der 42-jährige Pilot kam aus Schirmitz bei Weiden. Bild: ddp
Das folgenschwere Unglück bei einem Flugplatzfest im baden-württembergischen Ostalbkreis hat auch in der Oberpfalz Bestürzung und Trauer ausgelöst. "Wir sind sehr betroffen", sagte am Montag der Sprecher des Polizeipräsidiums in Regensburg, Thomas Plößl. Der zusammen mit seinen drei Fluggästen in den Tod gestürzte Achim Üblacker war technischer Beamter bei der Weidener Polizei, er führte als diplomierter Ingenieur seit 2001 den EDV-Bereich. Zuvor hatte der in Schirmitz bei Weiden wohnende und aus Vohenstrauß stammende Üblacker beim Bayerischen Landeskriminalamt (LKA) Dienst getan.
In seiner Freizeit war Üblacker begeisterter Pilot. "Mit sehr viel Erfahrung", wie es am Montag aus seinem Freundeskreis hieß. In dieser Eigenschaft war der 42-Jährige immer mal wieder mit einem Hubschrauber unterwegs, der dem Unternehmen "Heli-Flug" in Waldsassen (Kreis Tirschenreuth) gehörte. So auch am vergangenen Sonntag. Mit nach Erpfental war "Heli-Flug"-Besitzer Robert Bergauer gekommen. Am Montag äußerte Bergauer, der das Unglück selbst nicht beobachtete, gegenüber unserer Zeitung tiefe Bestürzung. Der Hubschrauber vom Typ Robinson R44 sei seit 1994 in Betrieb gewesen und erst kürzlich grundlegend überholt worden. Schon vor zwei Jahren hatte er beim gleichen Flugplatzfest Rundfluggäste befördert.
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24.08.2009
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Ellwangen/Schirmitz
Helikopter verglüht im Feuerball
Achim Üblacker aus Schirmitz stirbt bei schwerem Luftfahrtunfall - Vier Tote aus Wrack geborgen
Helfer konnte nichts tun
Um 15.22 Uhr am Sonntag bekam die Einsatzzentrale der Polizeidirektion Aalen kurz nacheinander zwei Notrufe. Ein Sportflugzeug und ein Hubschrauber seien abgestürzt, hieß es. Daraufhin wurde Großalarm ausgelöst. Am Unglücksort griff zu diesem Zeitpunkt der sich unter den Zuschauern befindliche stellvertretende Ellwanger Feuerwehrkommandant Josef Ilg ein. Doch er konnte nichts tun. Der abgestürzte Helikopter verglühte in einem Feuerball. Daraufhin kümmerte sich Ilg zusammen mit anderen Helfern um den schwerverletzten Piloten des Cessna-Sportflugzeuges, das mit dem Hubschrauber in etwa 50 Metern Höhe Berührung bekommen hatte, im Gleitflug zu Boden gebracht worden war und mit der Frontpartie im Erdreich steckte. Der 57-Jährige aus dem Raum Ellwangen, der zuvor Fallschirmspringer abgesetzt hatte, kam ins Krankenhaus. Erst am Montag gegen 15 Uhr stand endgültig fest, dass neben dem 42-jährigen Achim Üblacker drei als Fluggäste an Bord genommene Männer aus dem Bereich Ellwangen in dem beim Aufprall explodierten Hubschrauber ihr Leben eingebüßt hatten. Sie waren 65, 45 und 38 Jahre alt. Damit verdeutlichte sich, dass die anfängliche Vermutung, unter den Opfern würde sich eine Mutter mit Kind befinden, nicht zutraf.
Weder das ermittelnde Team der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) noch der Aalener Polizeisprecher John Brauer wollten am Montag Angaben zum Unglückshergang machen. Die BFU, so Brauer, werde dazu "in einigen Wochen" ihr Gutachten vorlegen.
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Die Betroffenheit war den Polizeisprechern am Montagvormittag bei zahlreichen Journalistenanfragen anzumerken. Ja, der in Ellwangen verunglückte Hubschrauberpilot ist Achim Üblacker. Ja, er arbeitete für die Direktion Weiden als Hauptverantwortlicher für die Polizeicomputer. Und ja, er war ein versierter Pilot. mehr...
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