Von (bl) |
24.08.2009
| Netzcode: 1970666 | 1824 Mal gelesen.
Schönsee
Gipfelfreuden im Faden-Dschungel
Klöppel-Paradies in Schönsee ist weder mit Landschaft noch mit Sonne zu übertreffen
Schönsee. (bl) Weder Gipfelkreuz noch Liegestuhl direkt am Meer können diesen Augenblick vollkommener Freude aufwiegen: Wenn die Stecknadeln die filigranen Kunstwerke aus raffiniert verschlungenen Fäden freigeben, ist der schönste Augenblick für die Klöpplerinnen gekommen. Ein Höhepunkt in einem Urlaub voller Wanderungen durch komplizierte Windungen bunter Garne, dort wo Entfernungen in Millimetern oder Zentimetern gemessen werden.
Mit Ganzschlag, Halbschlag und Leinenschlag werden Urlaubsträume wahr: Die Fachsprache der Klöpplerinnen ist schnell gelernt, auch wenn jedes Land seine eigenen Spitzen hat. Sich in guter Gesellschaft mit Garn durch das Gewirr von Ornamenten einen Weg zu bahnen, ist für viele Entspannung pur. Bilder: Bugl (4)
Ob gegen Wut, Sorgen oder Alltagsfrust, Klöppeln hilft immer. Davon sind die Teilnehmerinnen im Wochenkurs "Klöppeln im Schönseer Land" überzeugt. Ulrike Kroos aus Hannoversch Münden ist zum 38. Mal hier, denn wo sonst kann man bei diesem Hobby auch noch mit Leuten zusammenkommen. Inzwischen fachsimpelt sogar Ehemann Hartmut Kroos über Tischläufer und Seidenschals und schwärmt von einem geklöppelten Hutband, rot auf Schwarz. Die Klöppel selbst hat er noch nie in die Hand genommen. "Aber für niedrige Arbeiten mit Metall werde ich schon herangezogen", scherzt der 66-Jährige pensionierte Forstmann und meint damit das Entfernen der Nadeln, wenn die Spitze fertig ist.
Eva-Maria Hauzar aus München löst gerade den bunten Schal für ihre Freundin vom Klöppelsack. "Ja, für mich ist das ein Traumurlaub", stellt sie ohne Umschweife klar: "Nirgends kann man besser Wut abbauen, Klöppeln ist einfach unheimlich entspannend". So entspannend, dass sie auch nachmittags auf dem Camping-Platz in Gaisthal weiter arbeitet, während der Ehemann Kaffee kocht.
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Schönsee
Gipfelfreuden im Faden-Dschungel
Klöppel-Paradies in Schönsee ist weder mit Landschaft noch mit Sonne zu übertreffen
Ein paar Tische weiter drückt Realschullehrerin Jutta Albert-Ritz aus Stendal (Sachsen-Anhalt) in ihren Ferien die Schulbank. Über die etwas gröberen Spitzen in Schönseer Tradition hinweg wirft die Anfängerin bewundernde Blicke auf die Arbeiten der Banknachbarn. "Da kann man neidisch werden, aber man kriegt auch Lust auf mehr", seufzt die 47-Jährige, die sonst vorne am Pult steht und Mathe und Erdkunde unterrichtet.
Ihre Freundinnen macht das Klöppeln ganz kribbelig, aber für Ulrike Kroos bedeutet der Umgang mit den zarten Spitzen Erholung pur. "Diese Art von Konzentration hält mich fit", ist sie überzeugt.
Auch sie hat das Klöppel-Virus nicht verschont: Die prächtige Hügellandschaft im Sonnenschein kommt nicht gegen den Zauber der Faden-Ornamente an, der Klöppelsack hält sie auch nachmittags fest umklammert und "die Umgebung muss eben bis nächstes Jahr warten". Wie ein Bergsteiger hat sie schon die nächste Herausforderung, den nächsten Gipfel im Blick.
"Das ist selbst gemachtes Elend", scherzt die 47-Jährige mit einem Seitenblick auf die Klöppel-Lehrerin, der "einfach gar kein Fehler entgeht". Dabei hat selbst Klöppel-Lehrerin Monika Gebhard auf dem Weg von der Bänderspitze über Torchon und Duchesse bis hin zur Pariser Spitze längst nicht ausgelernt. "Ich klöpple seit 50 Jahren, aber um alles zu können, bräuchte ich noch einmal 50 Jahre".
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Das Kunsthandwerk des Spitzenklöppelns ist sehr alt. Im deutschsprachigen Raum fand es um die Mitte des 16. Jahrhunderts zunächst vor allem Verbreitung im Erzgebirge. Als in der ersten Hälfte des mehr...
Centrum Bavaria Bohemia glänzt aber auch als Bauwerk
Sei dem Frühjahr 2006 ist Schönsee um eine Attraktion reicher: Das Centrum Bavaria Bohemia (CeBB) im ehemaligen Kommunbrauhaus fungiert als Kulturdrehscheibe, Informationszentrum und mehr...
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Etat geht mit 19:0 über den Tisch - Gesamtvolumen von über 17 Millionen Euro - "Bringt voran"
Bahn frei für einen der größten Haushalte der vergangenen Jahre: Über 17 Millionen Euro Gesamtvolumen umfasst der Etat, den der Stadtrat am Donnerstag einstimmig verabschiedete. Von "rundum zufrieden" bis "das bringt uns voran" reichten die Einschätzungen der Fraktionen über das Zahlenwerk.
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Matthias Egersdörfer mit "Ich mein"s doch nur gut" im voll besetzten Künstlerhaus
Lange Koteletten, das schüttere Haupthaar plattgedrückt, rotes Hemd und eine kropfige Trötenstimme: Das sind die Markenzeichen des Kabarettisten Matthias Egersdörfer, der am Donnerstag mit seinem Programm "Ich mein"s doch nur gut" im Oberpfälzer Künstlerhaus gastierte.
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Am 14./15. Juli in der Altstadt: "Z'Nappurch Marckt & Gaudium"
"Bei uns kribbelt es", drückt Bürgermeister Armin Schärtl die wachsende Vorfreude auf den nächsten Mittelalterlichen Markt aus. Sieben Wochen sind es noch hin bis zum Samstag und Sonntag, 14. und 15. Juli. "Der Markt steht zu 95 Prozent", weiß Organisationschef Karl Beer, dass das Gros der Vorarbeit inzwischen erledigt ist.
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Neues "Sales-and-Engineering-Center" für 3,5 Millionen Euro in Wackersdorf
3,5 Millionen Euro hat das Unternehmen "Gerresheimer Regensburg GmbH" in den Bau eines " Sales-and-Engineering-Centers" am Standort Wackersdorf investiert und ist nun in der Lage, dort Vertrieb, Technik und Verwaltung zusammenzulegen. Die weltweit agierende Firma beschäftigt in Wackersdorf 270 Mitarbeiter.
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Auf Dr. Eduard Gilliar folgt Dr. Constantin Held - Neuwahl mit Fortbildung verknüpft
Der Ärztliche Kreisverband ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und besteht aktuell aus 459 Mitgliedern. 40 Jahre lang leitete Dr. Eduard Gilliar die Geschicke der Dachorganisation, zunächst als Fortbildungsreferent und in den vergangenen zwei Jahrzehnten als Vorsitzender. Im März ist der ehemalige Chefarzt am Nabburger Krankenhaus 87-jährig verstorben.
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Fast fünf Kubikmeter Wasser stürzen pro Sekunde die östliche Staumauer hinab. Am Eixendorfer See (Landkreis Schwandorf) wird diese Energie bald in Strom umgewandelt: An der Vorsperre im Bereich des Dorfes Hillstett ist der Einbau einer Turbine geplant, die bis zu 130 Kilowatt Leistung bringen soll.
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Vier Festspielvereine stellen sich und ihre Stücke in Neusath vor
Das Freilandmuseum in Neusath wurde am Sonntag zur großen Theaterbühne. Zu sehen waren Ausschnitte von verschiedenen Stücken aus dem gesamten Landkreis. Laiendarsteller aus Neunburg vorm Wald, Oberviechtach, Bruck und Bodenwöhr nutzten das Freilicht-Ambiente und freuten sich über die interessierten Zuschauer.
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Vorsperre Hillstett wird zum Kraftwerk: Turbinen-Einbau geplant - Bis zu 130 Kilowatt Leistung
Am Eixendorfer See werden die Weichen für eine verstärkte Nutzung der Wasserkraft gestellt. An der Vorsperre im Bereich Hillstett ist der Einbau einer Turbine geplant, die Strom für 200 Haushalte erzeugen soll. Regierungspräsidentin Brigitta Brunner wertete das Vorhaben als "Vorzeigeprojekt für die Oberpfalz".
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Wirtschaftsschule wirbt für ihr Kooperationsmodell - "Übungsfirma" in Betrieb
Erst sieben Schüler haben sich bislang für die künftige achte Klasse der Wirtschaftsschule am Standort Wackersdorf angemeldet. Zu wenig, um einen regulären Unterrichtsbetrieb aufnehmen zu können. Deshalb rühren Landkreis und Gemeinde wieder die Werbetrommel.
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Hans Kistler und das Orchester der Universität Regensburg begeistern mit Kammermusik
Einen besonderen Hörgenuss boten vierzehn Ausnahmemusiker, ein exzellenter Solist Hans Kistler und ein musikbegeisterter Dirigent Graham Buckland den "Freunden der Kunst" in der evangelischen Auferstehungskirche. Das Orchester der Universität Regensburg erfreute mit Kammermusik vom Feinsten.
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