Warnsignale
Männer sollten bei solchen Signalen frühzeitig mit einem Psychiater oder Sexualmediziner sprechen, rät der Leiter der forensischen Klinik am Oberpfälzer Bezirksklinikum. Die Krankheitsbiografien pädophiler Männer verlaufen laut Osterheider meist typisch. Am Anfang fühlten sie sich meist "nur besonders wohl in der Gegenwart von Kindern". Später gingen sie ins Internet auf der Suche nach Fotos. An diesem Punkt gebe es kaum ein Zurück. Der Schritt von harmlosen Kinderbildern posierender Mädchen und Buben zur Kinderpornografie sei kurz. "Wer glaubt, dass Männer, die ihre Sexualität anonym im Internet ausleben, keine Gefahr für Kinder sind, der irrt", warnt der Professor. Sexualmediziner gehen davon aus, dass Pornografie im Internet pädophile Neigungen verstärkt.
Am Ende stehen demnach oftmals sexuelle Übergriffe auf Kinder. Die Dunkelquote in diesem Bereich ist groß, die meisten Kindesmissbräuche werden nach Überzeugung von Fachleuten nie angezeigt. (dpa)
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