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Von (jua)  |  11.08.2009  | Netzcode: 1952466  |  2403 Mal gelesen.
Guteneck

Wo Idylle auf Geschichte trifft

Mit dem Schloss kann Guteneck ein Juwel vorweisen - Führungen mit Graf Beissel von Gymnich

Guteneck. (jua) "Es wird mir ein Vergnügen, den Besuchern diese Schlossanlage zu erklären": Sein Schloss und die dazugehörigen umliegenden Gebäude sind Burkhard Graf Beissel von Gymnichs größter Stolz. Gerade deshalb freut er sich, wenn viele Gäste während der Ferien einen der drei Termine zur kostenlosen Besichtigung wahrnehmen.

Hereinspaziert! Burkhard Graf Beissel von Gymnich
Hereinspaziert! Burkhard Graf Beissel von Gymnich kann in Guteneck eine herrliche Schlossanlage vorweisen. Während der Ferien bietet er nun Führungen an. Bilder: jua (2)
Der Graf persönlich gibt sich die Ehre und empfängt seine Getreuen am Schlosstor mit Blick in den romantischen Innenhof. Voranschreitend geleitet er sein Gefolge neben die Schlossmauer zum Gartenhäuschen. Der Aussichtspunkt bietet einen überwältigenden Rundblick, der zum Verweilen, ja sogar zum Verzehr einer mitgebrachten Brotzeit einladen würde. Zahlen und Fakten über Epochen und Adelige stehen nun im Mittelpunkt des Gespräches mit dem Schlossherrn.

Der darauf folgende, aufschlussreiche Rundgang durch das idyllische Schlossareal benötigt Zeit. Bis zu einer Stunde sollten die Interessierten hier einplanen, denn "Gut Ding will Weile haben" heißt es ja bekanntlich.

Beim Betreten der Schlosskapelle kommt Erstaunen auf. Denn hier entsteht rasch der Eindruck: Hier ist alles neu. Indem der adelige Fremdenführer das Aussehen des alten Bodengesteins und der Holzbänke erklärt, die er nun auf seinem Dachboden lagert, zeichnet er das ursprüngliche Bild der Inneneinrichtung. Jeder kann sich gut vorstellen, wie das Gotteshaus anno dazumal ausgesehen hat. Sogar Gräfin Franziska von Kreith erscheint den Kirchgängern im Geiste, wie sie durch ein Fenster aus ihrem Schlafgemach in die Kapelle blickt. Sie war eine sehr fromme Frau und auch Wohltäterin des damaligen Gutenecker Zieh- und Genesungshauses für Pfarrer.
Auch die Schlosskapelle lohnt einen Besuch. Vorne
Auch die Schlosskapelle lohnt einen Besuch. Vorne rechts ist der frühere Fensterausschnitt zu erkennen, durch den die Gräfin in die Kapelle schaute.


Auch festliches Ambiente



Eine Allee, gesäumt mit Kastanienbäumen und musikalisch untermalt durch Vogelgezwitscher, strahlt Ruhe aus, die sich sofort überträgt. Die spannenden Geschichten, die der Herr Graf zu erzählen weiß, lassen Kinder vor allem vermuten, dass hinter jedem Strauch Geister sitzen könnten, die auf ihr Mitternachtsstündchen warten.

Die Kälte, die im ehemaligen Brauereikeller herrscht, setzt der Fantasie keine Grenzen. Ob hier vielleicht mal Ritter mit Kettenhemden und Schutzschilden auf derben Holzbänken saßen und aus Zinnbierkrügen tranken?

Weiter geht es in das Stallgebäude im Gutshof mit seinen 700 Quadratmetern Innenfläche. Wo einst Pferde und Kühe standen und ihr Futter verzehrten, herrscht nun festliches Ambiente. Frisch Vermählte und deren Hochzeitsgäste lassen sich in dem rustikalen Ambiente ihr Mahl kredenzen.

Schlossherr gibt Einblicke



Burkhard Graf Beissel von Gymnich hat in seinem reizvollen Areal noch Vieles vorzuweisen. Erfahren werden es die "Heimaturlauber", die um Audienz bitten und bei ihm zu einer der Schlossführungen (dazu blauer Kasten) vorsprechen.

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