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15.07.2009
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Hirschau
"So wie in der Anfangszeit"
50 Teilnehmer bei Sand Spirit 2009 am Monte Kaolino in Hirschau - Mehr Spaß als bei WM
Hirschau. (ref) Der Andrang hält sich in Grenzen. Ein paar Zuschauer laufen vorbei, bleiben stehen. Vorne bei der Rodelbahn stehen sie dagegen Schlange - hinten am Berg sind die Sandboarder unter sich. Keine Weltmeisterschaft, kein abgesperrtes Areal, keine alles überdröhnende Musik - fast ein normaler Tag am Monte Kaolino in Hirschau.
Sand Spirit statt Sandboard-Weltmeisterschaft. Zwei Disziplinen (Parallel-Slalom und Riesenslalom) an einem Tag statt drei Tage Programm mit Boardercross und spektakulären Sprüngen. "Das ist so wie in der Anfangszeit", sagte Eduard Pfab. Ziellinie statt Schweinebucht. Pfab, seit etlichen Jahren "Mädchen für alles", was den Berg betrifft, und langjähriger Helfer bei der Sandboard-WM, sieht nur Vorteile in der "kleinen" Ausgabe: "Für den Berg und die Sportler ist das hier besser. Die Sandboarder interessiert das ganze Drumherum überhaupt nicht."
Da stimmen etliche der rund 50 Teilnehmer des Sand Spirit 2009 zu. Wie Georg Jobst aus Traunstein: "Das ist eine wunderbare Sache. Viele Fahrer haben ihre Kinder dabei, das ist familiärer als bei einer WM. Man kann nicht immer nur steigern. steigern, steigern. Man muss auch mal locker bleiben." Oder wie Friederike Krepela: "Für die Konzerte haben wir Sportler eh keine Zeit gehabt", sagte die 23-Jährige aus Esslingen, die seit 2003 regelmäßig nach Hirschau zu den Weltmeisterschaften reiste. Der Rummel sei nun nicht so groß, viel familiärer ginge es jetzt zu. Und: "Cool, dass wir Fahrer das zustande kriegen. Hier ist viel mehr Spaß dabei, nicht so verbissen wie bei der WM."
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Hirschau
"So wie in der Anfangszeit"
50 Teilnehmer bei Sand Spirit 2009 am Monte Kaolino in Hirschau - Mehr Spaß als bei WM
"Wir Fahrer" - das ist vor allem einer: Sven Flachenecker aus Nürnberg, überzeugter Boarder, Organisator der Sand Spirit - und gleichzeitig Fan des großen Spektakels. "Ich bin ein klarer Verfechter der WM, weil das ein ganz anderes Level ist. Allein das Nachtfinale vor ein paar Tausend Zuschauern. Ich finde den Berg so schön. Wenn der Monte nachts beleuchtet ist - ein Traum. Als Fahrer macht das mehr Spaß." Und wenn Konzerte notwendig seien, eine WM in diesem Rahmen zu finanzieren, dann sei das absolut in Ordnung." Denn rein sportlich biete eine Weltmeisterschaft auch deutlich mehr: "Die Stimmung beim Finale, das puscht einen schon nach vorne."
Zur WM kamen die Stars der Szene, die am Samstag in Hirschau fehlten. "Die absoluten Toprider, das sind ja fast schon Semi-Profis, die lassen sich auch durch Startgeld locken. Da können wir natürlich nichts machen", erklärte Flachenecker. Obwohl er mit der Teilnahme sehr zufrieden ist: "Zwei Holländer sind da, die Fahrer kommen aus Hamburg, aus Bremen, eigentlich aus ganz Deutschland, obwohl wir das sehr kurzfristig organisiert haben."
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Hirschau
"So wie in der Anfangszeit"
50 Teilnehmer bei Sand Spirit 2009 am Monte Kaolino in Hirschau - Mehr Spaß als bei WM
Wie geht es nun weiter? "Alles offen", sagte Flachenecker. Er kann sich vorstellen, nächstes Jahr erneut ein Sand-Spirit-Rennen auf die Beine zu stellen - wenn nicht Thomas Kroker zum Zuge kommt. Der Veranstalter der Sandboard-WM hatte 2009 abgesagt, weil Sponsoren fehlten.
So ein bisschen vermissen die Fahrer doch das Spektakel, wie Georg Jobst bemerkte: "Locker sein", hatte er gesagt. Und: "Wenn wir heiß sind, dann können wir wieder eine große Party machen."