Von Thomas Dobler |
25.06.2009
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"Passiv" bedeutet Klimaschutz
Energiesparende Häuser: Nicht mehr die Ressourcen zum Fenster hinausheizen
Dieses Einfamilienhaus mit seinem Pultdach ist das erste Passivhaus in Schwandorf. Es besitzt keine herkömmliche Heizung. Wenn es tagsüber besonders kalt oder dunkel ist schaltet sich eine kleine Zusatzheizung in der Lüftungsanlage des Gebäudes ein. Das Passivhaus steht seit 2003. Bilder: hfz (2), Dobler
Das optimale, energiesparende Haus hätte eine Kugelform", sagt Ingenieur Thomas Wein. Möglichst kompakt müsse der Baukörper auf jeden Fall sein, Erker, Gauben und sonstiger architektonischer Zierrat seien nicht angebracht. Wein weiß, wovon er spricht. Er hat das erste Passivhaus in Schwandorf geplant und gebaut .
Immer mehr Menschen wollen in Wohnhäusern leben, die mit wenig bis praktisch gar keiner Heizenergie auskommen. Fachleute sprechen hier von Energieeffizienz-Häusern, oder, noch eine Stufe darüber, von Passivhäusern - der Weiterentwicklung der früheren Solarhäuser.
Aus dem Schlaf erwacht
Der Boom des nachhaltigen oder energieeffizienten Bauens hierzulande hat damit zu tun,
dass Architekten, Bauindustrie und Bauherren aus ihrem Schlaf erwacht sind, nachdem sich gezeigt hat, dass rund 40 Prozent des weltweiten, klimaverändernden Kohlendioxid-Ausstoßes in Wohnhäusern und Bürobauten produziert werden.
Darüber hinaus lässt der Anstieg der Energiepreise Häuslebauer darüber nachdenken, wie man in diesem Bereich dauerhaft sparen kann. "Das ist für viele eine wichtige Überlegung", hat Thomas Wein bei seinen Beratungsgesprächen erfahren.
Von Thomas Dobler |
25.06.2009
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"Passiv" bedeutet Klimaschutz
Energiesparende Häuser: Nicht mehr die Ressourcen zum Fenster hinausheizen
Ein Beispiel für die Planung eines Passivhauses in Ursensollen (Landkreis Amberg-Sulzbach). Auf dem zweigeschossigen Gebäude sitzt ein flaches Satteldach aus Dachziegeln. Die Wohn- und Aufenthaltsräume sind südorientiert sowie großflächig verglast.
Diskutiert werden vermehrt Fragen der Belichtung, der Verschattung und Kühlung oder der Dämmung und Heizung, Fragen der Fenster- und Wandmaterialien, sowie der Raumorganisation. All dies angesichts einer Vergangenheit, in der man die Ressourcen zum Fenster hinaus geheizt hat. Auch auf dem flachen Land wird diese Diskussion zunehmend geführt, wie neue Bebauungspläne zeigen.
Denn um Passivhäuser zu erlauben, haben sich die Stadtplaner vom Credo "E + D" zu verabschieden, das als Hausform die Neubausiedlungen dominiert. Passivhäuser müssen, um die Sonneneinstrahlung optimal nutzen zu können, in der Form "E + 1" ausgeführt werden, mit einem flachen Satteldach oder einen Flachdach.
Das kann auch dazu führen, dass herkömmliche und seit Jahrzehnten existierende Bebauungspläne komplett überarbeitet werden müssen, falls erstmals ein Bauherr in diesem Viertel ein Passivhaus errichten will - kürzlich in Schwarzenfeld so geschehen, wo Thomas Wein in gutbesuchten Informationsveranstaltungen die Grundstücksbesitzer mit den geplanten Neuerungen vertraut machte.
Von Thomas Dobler |
25.06.2009
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"Passiv" bedeutet Klimaschutz
Energiesparende Häuser: Nicht mehr die Ressourcen zum Fenster hinausheizen
"In so einem Gebäude reicht zur Heizung die Wärme des Lebens im Haus und die einstrahlende Sonnenwärme aus." (Planer Thomas Wein)
Neben dem etwas anderen Aussehen von Passivhäusern ist bei ihrem Bau wichtig, dass die Wohn- und Aufenthaltsräume süd- oder südostorientiert sowie großflächig verglast sind. "Daher dürfen die Häuser, vor allem im Winter mit seinem kleinen Sonnenfenster, nicht vom Nachbarn beschattet werden." Eine Vorgabe, die Auswirkungen auf das ganze Baugebiet hat.
Keine eigene Heizung
Passivhäuser haben keine eingebaute Heizung. Das mag zunächst erstaunlich klingen, "aber so einem Gebäude reicht die Wärme des Lebens im Haus und die einstrahlende Sonnenwärme aus", versichert Wein. Nur wenn es einmal gar zu lange sonnenlos ist oder eine längere Frostperiode herrscht, kommt eine Zusatzheizung in der Lüftungsanlage zum Einsatz; sie benötigt allerdings nur einen kleinen Bruchteil der Energie einer üblichen Heizungsanlage.
Luft komplett austauschen
Die Lüftungsanlage sei das große Plus des Hauses, urteilt der Planer: "Sie tauscht alle zwei Stunden die komplette Raumluft aus, weil man aus Energiespargründen nicht lüften sollte, und das führt zu einem besseren Raumklima als in normalen Häusern."
Unter einem Passivhaus wird in der Regel ein Gebäude mit einer Lüftungsanlage verstanden, das aufgrund seiner guten Wärmedämmung keine klassische Heizung benötigt.
Für Planer Thomas Wein ist das mehr...
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