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Vohenstrauß
Für "Kalten Baum" fünf nach Zwölf
Sagenumwobene Winterlinde stark geschädigt - Landschaftsgärtner gibt Autobahn die Schuld
Vohenstrauß. (fz) Viele Mythen und Sagen ranken sich um den "Kalten Baum". 367 Jahre trotzte das imposante Naturdenkmal Wind, Wetter und sonstigen Angriffen. Nun aber scheint es die riesige Winterlinde erwischt zu haben. Schädigt etwa die Autobahn den Baum?
Der Leuchtenberger OWV-Vorsitzende Michael Schwabl und sein Schwager Franz Wittmann, zugleich Besitzer des Baumes, sind jedenfalls dieser Meinung.Der "Kalte Baum" wird bereits in einer Grenzbeschreibung des 16. Jahrhunderts genannt, die die Grenzen zwischen dem "Fürstentum der Obern Pfalz" und der "Landgrafschaft Leuchtenberg" festlegte.
1596 wird der Grenzbaum von kurpfälzischer Seite umgeschlagen. 1606 neu gepflanzt, verdorrt er zu Beginn des Dreißigjährigen Krieges. 1642 ergeht Befehl zur erneuten Pflanzung. Seither prägt dieser Sagenbaum wieder das Bild unserer Heimat. So steht es auf einer am "Kalten Baum" angebrachten Tafel zu lesen.
Ob der "Sagenbaum" allerdings das Bild unserer Heimat noch lange prägt, da hat der OWV-Vorsitzende von Leuchtenberg, Michael Schwabl, große Bedenken. Schwabl, der als Unternankauer nur einen Steinwurf vom Kalten Baum entfernt wohnt, weiß als Landschaftsgärtner, wovon er spricht. Er und sein Schwager Franz Wittmann, auf dessen Grund der Baum steht, stellen seit dem Frühjahr eine sehr starke Schädigung der Krone fest.
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