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Oed
Schlange stehen und Treppen steigen
Hunderte von Gästen bevölkern am "Deutschen Mühlentag" die Oedmühle und ihren Garten
Oed. (fm) Am Pfingstmontag brach eine Invasion über den kleinen Ort im Lehental herein: Zum "Deutschen Mühlentag" hatte die Oedmühle geöffnet. Die seltene Gelegenheit, eine vollständig erhaltene frühere Kunstmühle zu besichtigen, packten einige hundert Gäste aus der Region von Nürnberg bis Amberg beim Schopf.
Wie ein Turm in der Schlacht ragte das mächtige Mühlengebäude über das Heer der Autos und Fahrräder in den Himmel. Die behäbige Ruhe strahlte auf die vielen Besucher aus, die in den alten Mauern oder im großen Hof und Garten ohne Hektik den warmen Frühlingstag genossen.Geduld vonnöten
Denn ein bisschen Geduld brauchte schon, wer in der Schlange zur Besichtigungsrunde anstand. Die Eigentümer Gabriele und Fabian Bräutigam stiegen mit den Gruppen vom Untergeschoss über vier Ebenen bis unters Dach und erzählten den wissbegierigen Gästen anschaulich die Geschichte des Gebäudes und die frühere Technik der Kunstmühle, die hier seit 1929 eingebaut ist.
Die großen steinernen Mühlsteine wurden ausrangiert und durch Mahlwerke ersetzt. Den Transport von Getreide und seiner Zwischenstadien bis hin zum Endprodukt Mehl übernahmen so genannte Elevatoren, praktisch Warenaufzüge zu den jeweiligen Geräten. Doch da dies alles auf mehrere Geschosse verteilt war, ging's bei der Mahlerei ständig treppauf und treppab.
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