Erbendorf
Naturverträglicher Lückenschluss
Staatliches Bauamt präsentiert Planungen für Ausbau der Bundesstraße 299 am Hessenreuther Berg
Erbendorf. (njn) „Der Durchbruch ist geschafft“, freute sich Bürgermeister Hans Donko über die Entwicklung beim Ausbau der Bundesstraße 299 im Bereich Hessenreuth Berg. Leitender Baudirektor Hermann Gläser und Bauoberrat Stefan Noll stellten in Erbendorf jetzt die ersten konkreten Pläne vor.
Der Rathauschef war im Vorfeld bei der Obersten Baubehörde vorstellig geworden und hatte dort die Zusage für den Ausbau des Hessenreuther Berges erhalten. CSU-Landtagsabgeordneter Tobias Reiß hatte den Termin beim Chef der Obersten Baubehörde, Leitendem Ministerialdirektor Josef Poxleitner, in die Wege geleitet.Die konkrete Umsetzung dieser mündlichen Zusage bestätigten jetzt die beiden Vertreter des Staatlichen Bauamtes Amberg-Sulzbach. „Dass der Ausbau jetzt in Angriff genommen werden kann, erfolgte in enger Abstimmung mit der Obersten Baubehörde in München“, berichtete Gläser. Das Bauamt beginne sofort mit den nötigen Planungen.
Nur noch 7,5 Meter Breite
„Grundlage des Ausbaus ist eine naturverträgliche Trasse, die sich in etwa an der vorhandenen Wegführung orientiert“, erklärte Bauoberrat Stefan Noll. Die Straßenbreite werde gegenüber früheren Planungen, die 13 Meter vorsahen, nur noch 7,5 Meter betragen. „Außerdem wird bestandsnah gebaut, um den Flächenverbrauch, besonderes bei den Straßendämmen, erheblich zu reduzieren“, ergänzte Gläser.
Nach Worten des Baudirektors ist der Lückenschluss nach dem Bau der Umgehungsstraße bei Pressath die logische Konsequenz. „Die dortigen Brücken sind bereits fertiggestellt, der Straßenbau ist im Gange.“ Der Bauamtschef rechnet damit, dass die Umgehung in der zweiten Jahreshälfte 2010 befahrbar sein wird. „Für den Hessenreuther Berg wird das Bauamt demnächst Ingenieurbüros mit den Planungen beauftragen“, kündigte Gläser an. Bürgermeister Hans Donko konnte bereits einen Blick in die Ausbaupläne für die etwa fünf Kilometer lange Reststrecke zwischen Erbendorf und Hessenreuth werfen. Mit der Steigung von acht Prozent lehnt sich die Planung an den Ausbau der Staatsstraße von Fuchsmühl nach Herzog-öd an mit einem nahezu identischen Höhenunterschied.
Eine Grünbrücke an der Kuppe soll die Bergsilhouette erhalten und den Wildwechsel nicht unnötig einschränken. Ferner sind asphaltierte Forst- und Landwirtschaftswege geplant, die auch als Radwege genutzt werden können. Gläser bestätigte: Ausschlaggebend für diese wichtige Straßenverbesserung sei die Vorsprache von Hans Donko und Tobias Reiß bei der Obersten Baubehörde gewesen. Im Vorgriff dieses Gesprächs hatten sie sich wegen der Finanzierung um eine Abstimmung mit den zuständigen Bundesbehörden bemüht. Donko bedankte sich bei der Bayerischen Staatsregierung für die konsequente Umsetzung ländlicher Belange und bei MdL Tobias Reiß für dessen unermüdlichen Einsatz.
Dank an Staatsregierung
Dem Staatlichen Bauamt dankte der Bürgermeister ebenso nachdrücklich für die umgehende Einleitung der Planung, „damit in absehbarer Zeit eine Verbesserung der untragbaren Straßenverhältnisse von Erbendorf nach Pressath eintreten kann“.
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