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Von (swt)  |  24.04.2009  | Netzcode: 1804314  |  833 Mal gelesen.
Auerbach

Keine Spiele und kein Weihnachten

Amtlich: Wegen dringender Baumaßnahmen sind 2009 beide Top-Veranstaltungen auf Maffei abgesagt

Auerbach. (swt) In diesem Jahr werden sie also nicht leuchten, die Fördertürme auf dem Bergwerksgelände Maffei bei Nitzlbuch. In einem Pressegespräch bestätigten der Vorsitzende des Fördervereins Maffeispiele, Michael Grüner, und Bürgermeister Joachim Neuß, was in den letzten Wochen schon gerüchteweise in der Stadt zu hören war. Für 2009 sind sowohl die Maffeispiele im Juli als auch die Bergwerksweihnacht im Dezember abgesagt, um dringende Baumaßnahmen anzugehen.

Die Grubenbahn fährt derzeit nicht, da die Gleise
Die Grubenbahn fährt derzeit nicht, da die Gleise durch den Schaustollen führen. Er ist seit einigen Tagen gesperrt, weil die Statik Probleme macht.
Neuß dazu: „Die Absage ist unumgänglich, allerdings ist das auch keine Katastrophenmeldung.“ Es gebe sachliche Hintergründe. Michael Grüner erläuterte die Einzelheiten: Durch den kürzlich bei der LeaderPlus-Förderung positiv beschiedenen Neubau eines Schaustollens seien mittlerweile sicherheitstechnische und bauliche Erfordernisse aufgetan worden. Diese haben sich durch den Bauantrag beim Landratsamt ergeben. Dazu müssen Gutachten erstellt werden. Statiker Anton Landgraf vom Ingenieurbüro ALS und Brandschutzgutacher Ronald Dobmeier aus Zogenreuth sind damit beauftragt.

Sicherheit hat Vorrang



„Bereits beim Run auf die Bergwerksweihnacht 2008 war abzusehen, dass Sicherheit Vorrang haben muss. Ob nun alle Auflagen bis zu den Maffeispielen 2009 erfüllt werden könnten, konnten wir nicht mit Sicherheit sagen.“ Deshalb hat sich der erweiterte Vorstand am 7. April in einer Mehrheitsabstimmung (es gab eine Enthaltung) dafür entschieden, in diesem Jahr die Veranstaltungen ausfallen zu lassen, so Grüner.

Nach derzeitigem Stand der Dinge ist es neben dem Stollenneubau auch nötig, den bereits bestehenden Schaustollen abzutragen und mit einem Fundament zu versehen. Sanierung und reine Reparaturarbeiten seien ohnehin nötig, der Aufwand rechtfertigte aber ein Abtragen und dann zusammen mit dem zweiten Stollen einen Neuaufbau. Grüner: „Da wir bei den Stollen ohnehin Gutachten brauchen und die Auflagen erfüllen müssen, haben wir uns entschlossen, dies auf das gesamte Gelände und die Hallen auszuweiten.“

Demnach müssen etwa im Keller, wo die Bergwichtelweihnacht stattfand, ein Durchbruch geschlagen werden für einen zweiten Ausgang. Zusätzliche Fluchtwege, Brandschutz usw. sollen bis Ende des Jahres soweit erfüllt sein, dass die Aussteller für 2010 informiert und eingeladen werden können. Sie wurden schriftlich über die veränderte Lage informiert, gemeldet für 2009 waren 84 Aussteller, auf der Warteliste standen vierzehn Aussteller. „Erst wenn der Plan für das Gelände steht können wir auch die Buden und Stände wieder einteilen.“ Ob dann weniger Aussteller oder ein erweitertes Gelände der Fall sein werden, werde man im Herbst sehen, so Grüner weiter. Dass der Förderverein auch weiterhin hinter seinen Veranstaltungen und der Sache stehe zeige außerdem die Tatsache, dass zum 1. April weitere 2000 Quadratmeter Fläche vom Freistaat Bayern angepachtet wurden. „Wir haben hier die Option für die Veranstaltungen interne Parkplätze, etwa für Aussteller oder Personal, zu schaffen.“ Der Museumsbetrieb laufe ab 1. Mai wie bisher weiter. Auch das Bergfest des Bergknappenvereins am 17. Mai wird stattfinden. Allerdings darf die Grubenbahn keine Runden drehen, denn der Stollen ist bereits gesperrt.

„Freies Arbeiten möglich“



Joachim Neuß betonte, dass er von einer sicheren und zielstrebigen Umsetzung ausgehe. „Nun ist ein freies Arbeiten möglich, bei dem auch der derzeit anwesende Werkhof sein übriges tun wird. Auch die Stadt klinkt sich gerne mit ein.“

Das Stadtoberhaupt betonte auch dass die dreizehn Auerbacher Kreisräte im Kreistag die Aufgabe hätten, die legitime Prüfung vorzunehmen, was an Mitteln in den Süden des Landkreises geht und was nach Auerbach. „Sie werden ihre Kollegen sicherlich damit konfrontieren genau hinzuschauen.“

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