Jungunternehmer auf Erfolgsspur: Preisträger 2008 bei "Schülerfirmen in Bayern"
Sulzbach-Rosenberg. Seit neun Jahren gibt es auf Anregung der Oschmann-Stiftung Nürnberg und durch Unterstützung der Müller-Medien den Wettbewerb "Schülerfirmen in Bayern". In Nürnberg gab es jetzt für zehn bayerische Schülerfirmen, die sich besonders ideenreich und erfolgsversprechend bei den eingereichten Projekten zeigten, insgesamt 6000 Euro. Zu den Preisträgern zählte auch die Schülerfirma WHcorporation der Walter-Höllerer-Realschule, die von der Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium Dagmar Wöhrl auch einen Scheck überreicht bekam.
Das Projekt "Schülerfirmen in Bayern" ermöglicht es Jugendlichen unterschiedlichster Schultypen, als Unternehmer tätig zu sein - sowohl in der Schule, in der Regel aber auch mehrere Stunden in der Freizeit. Und das beschränkt sich keinesfalls auf theoretische Planspiele, im Gegenteil: Unternehmerisches Handeln wird geübt und umgesetzt, der Ernstfall praktiziert, von Businessplan über Verwaltung, Buchhaltung und Produktion oder Dienstleistung bis gegebenenfalls hin zur Insolvenzverwaltung.
Engagement verdient Erfolg
Klassische Unterrichtsfächer wie Informationstechnologie, Wirtschaft und Recht oder Betriebswirtschaftslehre/ Rechnungswesen liefern die Vorkenntnisse.
Soviel Engagement verdient unternehmerischen sprich finanziellen Erfolg. Für diesen sorgte auch heuer die Projektaktion "Lehrer im Chefsessel", eine Initiative des Bundesverbandes Junger Unternehmer.
"Wir fördern seit Jahren den Dialog zwischen Schule und Wirtschaft. Neben dem Rollentausch von Pädagogen und mittelständischen Unternehmen erkennen wir auch das Potenzial, das Schülerfirmen bieten", so Michael Oschmann. Für den Medienunternehmer und "Lehrer im Chefsessel"-Initiator steht Nachwuchsförderung ganz oben auf der Prioritätenliste. "Begeistert haben uns auch in diesem Jahr wieder die Kreativität und der Ideenreichtum der Schülerfirmen."
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21.04.2009
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Sulzbach-Rosenberg
Realschule als Ideenschmiede
Jungunternehmer auf Erfolgsspur: Preisträger 2008 bei "Schülerfirmen in Bayern"
Mit welcher Idee schaffte es die junge Schülerfirma der Sulzbach-Rosenberger Realschule zum Preisträger beim Wettbewerb? Die WHcorporation reichte 2008 einen Businessplan zur Einführung einer Schüler-Service-Card an der Realschule ein.
Nachdem an der Schule die Ausleihe der lernmittelfreien Schulbücher auf Initiative von Realschullehrerin Martina Radl vollständig auf Strichcodes umgestellt wurde, taucht häufig das Problem auf, dass die Schüler zu Beginn des Schuljahres ihren Zettel mit dem persönlichen Strichcode verlegt oder vergessen haben.
Hier nun greift die Idee der Schülerfirma: Alle Schüler sollen einmalig mit einem Bibliotheksausweis im Scheckkartenformat ausgestattet werden, der neben einem Foto des Schülers auch seinen persönlichen Strichcode enthält. Denkbar wäre auch, den Bibliotheksausweis mit Hilfe eines fälschungssicheren Aufklebers zum Schülerausweis zu machen. Die zum Teil nach wenigen Jahren unansehnlichen und zerfledderten Schülerausweise könnten der Vergangenheit angehören.
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Jungunternehmer auf Erfolgsspur: Preisträger 2008 bei "Schülerfirmen in Bayern"
Ein wenig in die Zukunft haben die Mitarbeiter der WHcorporation auch gedacht. Vorstellbar wäre auch, den Schülerausweis als Geldkarte auszustatten und damit zum Beispiel am Hausmeisterkiosk, an einem öffentlichen Kopierer, an einem Kaffeeautomaten oder bei der Schülerfirma direkt bargeldlos zu bezahlen. Die Eltern hätten stets Überblick über die Ausgaben der Jugendlichen, und diese wiederum könnten den Umgang mit dem modernen Zahlungsmittel erlernen. Damit würde der Schüler- oder Bibliotheksausweis wirklich zur Schüler-Service-Card werden. Doch das scheinen im Hinblick auf hohe Anfangsinvestitionen wirklich Zukunftsvisionen zu bleiben.
Jetzt beginnt die Arbeit
Für die Schülerfirma WHcorporation ist das Preisgeld in Höhe von 600 Euro eine willkommene Anschubfinanzierung für das neue Projekt "Schüler-Service-Card". Doch die wirkliche Arbeit beginnt für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter Betreuung der beiden Lehrkräfte Bernd Bischoff und Thomas Ehrenfels erst jetzt.
Die notwendige, weitergehende Finanzierung muss aufgestellt werden, die notwendige Hard- und Software angeschafft werden, damit am Ende des Schuljahres noch die ersten Ausweise ausgegeben werden können.
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