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16.04.2009
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Waldsassen
Tourismus mit religiösem Schwerpunkt
Zisterzienser-Pilgerweg zwischen Volkenroda und Waldsassen - Ab Mai 2010 die ersten Wallfahrer
Waldsassen. (pz) Unbegrenzt Zeit bleibt nicht mehr. Denn schon zum ökumenischen Kirchentag im Mai 2010 in München soll das Projekt vorgestellt werden - der neue Zisterzienser-Pilgerweg zwischen Waldsassen und Volkenroda.
Die beiden rund 300 Kilometer voneinander entfernten Orte sind in der Geschichte eng verbunden: Zisterziensermönche aus Thüringen begründeten 1133 im heutigen Stiftland an der fischreichen Wondreb das Waldsassener Kloster. Wallfahrer finden an den jeweiligen Ausgangspunkten reizvolle Sehenswürdigkeiten, die die Strapazen während der Pilgertour lohnen.
Pavillon von der EXPO
In Waldsassen Kloster, Basilika und Bibliothek, in Volkenroda die älteste Zisterzienserkirche Deutschlands und - als besonderes Glanzlicht - der Christus-Pavillon. Das markante Gebäude aus Stahl und Glas war nach der EXPO 2000 in Thüringen wieder aufgebaut worden.
"Im Sommer muss schon viel passieren", sagt Ludwig Spreitzer (siehe Info-Kasten). Der Bezirkstagsvize a.D. ließ sich als Projektkoordinator gewinnen - zur Freude von Äbtissin Laetitia Fech. Denn Spreitzer hat sich bei der Organisation des Jubiläumsjahres 2008 große Verdienste erworben. Dabei hatte der Wunschkandidat zunächst nicht gleich zugesagt, als ihn die Äbtissin um Unterstützung bat. "Das muss ich mir erst einmal anschauen", lautete die erste Reaktion.
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Tourismus mit religiösem Schwerpunkt
Zisterzienser-Pilgerweg zwischen Volkenroda und Waldsassen - Ab Mai 2010 die ersten Wallfahrer
"Seele von Volkenroda"
Nach einem Besuch in Volkenroda aber war Spreitzer guten Mutes, dass das Vorhaben gelingt. "Mein erster Eindruck war: Mit diesen Leuten komme ich zurecht", sagt Spreitzer über die Partner in Thüringen, allen voran Ulrike Köhler. "Sie ist die Seele von Volkenroda", beschreibt Äbtissin Laetitia die engagierte Vorsitzende der ökumenischen Jesus-Bruderschaft. Ulrike Köhler und ihr Mann Gerhard haben nach der DDR-Zeit die Aufbauarbeit eingeleitet, das Kloster saniert und wieder mit Leben erfüllt. "Das ist mir schon lange ein Anliegen", freut sich die Äbtissin darüber, dass mit dem neuen Pilgerweg der Tourismus mit religiösem Schwerpunkt angekurbelt werden kann. Die neue Wallfahrer-Route von Volkenroda nach Waldsassen ist die Fortsetzung des bereits bestehenden Zisterzienser-Pilgerwegs. Der startet in Loccum bei Hannover. Dort wurde einst ebenfalls von Volkenroda aus eine klösterliche Gemeinschaft nach dem Motto "ora et labora - bete und arbeite" ins Leben gerufen.
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Tourismus mit religiösem Schwerpunkt
Zisterzienser-Pilgerweg zwischen Volkenroda und Waldsassen - Ab Mai 2010 die ersten Wallfahrer
Fortsetzung nach Ossegg
600 Pilger jährlich wandern auf dem Pfad zwischen Loccum und Volkenroda. Die Anzahl wäre übertragen auf den Weg nach Waldsassen zwar zum Start in Ordnung, aber durchaus noch ausbaufähig. Außerdem sehen Ludwig Spreitzer und Äbtissin Laetitia bereits eine Möglichkeit zur weiteren Fortsetzung des Zisterzienser-Pilgerwegs - nach Ossegg in Nordböhmen. Dort haben bekanntlich Waldsassener Mönche ein Tochterkloster begründet. Aber dies, so sagt Spreitzer, sei freilich noch Zukunftsmusik. "Jetzt denken wir erst einmal bis Mai nächsten Jahres."
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