Von ( (rg/ska) ) |
07.04.2009
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Weiden
Girisch verteilte "Akte Rupprecht"
"Das war ja meine Pflicht" - Lothar Höher für ein klärendes Gespräch auf Bundeswahlkreisebene - Hier zum Download: Das Dossier Rupprecht
Keine Berührungsängste: Im Juni 2005, als dieses Foto entstand, konkurrierten Georg Girisch und Albert Rupprecht um das Direktmandat zur bevorstehenden Bundestagswahl. Bei der Nominierung Anfang Juli unterlag Girisch deutlich. Vier Jahre später geht der Kampf weiter ... Archivbild: jr
(rg/ska) Neues in der Dossier-Affäre um den Weidener CSU-Bundestagsabgeordneten Albert Rupprecht: Sein ehemaliger parteiinterner Kontrahent, Ex-Bundestagsabgeordneter Georg Girisch aus Weiden, hat zugegeben, das Papier an Parteifreunde weitergegeben zu haben. "Das war ja meine Pflicht", sagte er am Montag auf Nachfrage unserer Zeitung. Am Freitag hatte er dies mit den Worten "Das soll mal einer behaupten" noch von sich gewiesen.
Zwei CSU-Politiker aus der Region, über die es in dem Dossier Einschätzungen gibt, will Girisch "vor einigen Monaten" informiert haben: den Tirschenreuther Kreisvorsitzenden Herbert Hahn und den Vorsitzenden des Stadtverbandes Weiden, Lothar Höher. "Die Kreisvorsitzenden müssen das wissen", unterstrich der Ex-Parlamentarier, dessen Rückzug von der politischen Bühne im Jahr 2005 mit dem 30-seitigen Werk aus dem Büro Rupprecht vorbereitet worden sein soll. Nach einem innerparteilichen Machtkampf musste Girisch das Direktmandat an Rupprecht abgeben.
Nicht beantworten will Girisch die Frage, wie er selbst an die "Akte Rupprecht" gekommen ist. "Das weiß ich nicht", lautet sein knapper Kommentar dazu. Lothar Höher schlug am Montag eine Sitzung auf Bundeswahlkreisebene vor, "um die Sache aus der Welt zu schaffen". Laut stellvertretendem CSU-Bezirksvorsitzenden und Staatssekretär Markus Sackmann werde sich der Bezirksvorstand am 24. April in Regenstauf mit dem Fall Rupprecht beschäftigen. "Mit einem solchen Papier mit solchen Handlungsanweisungen ist eine Grenze überschritten", sagte er am Montag bei einem Besuch der Redaktion in Weiden. Es gehe dabei um die Frage des Vertrauens zwischen den Parteipolitikern, um die Art, wie diese miteinander umgingen. Rupprecht solle das zunächst mit den Betroffenen vor Ort klären, der Schaden für die Partei sei nicht zu unterschätzen, schließlich stehe die Glaubwürdigkeit auf dem Spiel. Vor allem müssten Sachthemen wieder in den Vordergrund gerückt werden.
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