Von (ass) |
14.03.2009
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Amberg
Der Neue dirigiert nun sein Orchester
Wolfgang Wolters offiziell in sein Amt als Direktor des Max-Reger-Gymnasiums eingeführt
Amberg. (ass) Sein neues Amt hat Wolfgang Wolters schon vor einigen Wochen angetreten, am Freitag erfuhr der neue Direktor des Max-Reger-Gymnasiums nun seine offizielle Installation. Damit hat er mit seinen 48 Jahren eine steile Karriere hingelegt. "Ich hoffe, Sie sind gut zu dieser Schule", gab ihm der Ministerialbeauftrage für die Gymnasien in der Oberpfalz, Günther Trüb, mit auf den Weg.
Wenn es im musischen Max-Reger-Gymnasium etwas zu feiern gibt - und das war am Freitag nun wirklich der Fall, dann darf die Musik natürlich nicht fehlen. Musik von den Schülern für den neuen Direktor. Von Max Reger bis Astor Piazzolla reichte die Bandbreite der Darbietungen, die sich allesamt auf höchstem Niveau bewegten. Abwechslungsreich, unterhaltsam und ein wenig frech umrahmten die Schüler den Festakt.
Der freilich auch viel gesprochenes Wort zu bieten hatte. Worte auch im Gedenken an den viel zu früh verstorbenen Vorgänger von Wolfgang Wolter, an Franz Gleixner. Folgt man der Einführung Wolters durch Günther Trüb, dann passt der neue Direktor des MRG wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge. Hat doch der gebürtige Bayreuther dort selbst ein musisches Gymnasium besucht. Anschließend studierte er Deutsch und evangelische Religionslehre in Würzburg und Erlangen und kam nach seinem Referendariat vor 18 Jahren nach Amberg, wo er sich am Gregor-Mendel-Gymnasium sofort mit viel Einsatz auf sein Lehrgebiet aber auch auf die Lehrerfortbildung stürzte.
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Der Neue dirigiert nun sein Orchester
Wolfgang Wolters offiziell in sein Amt als Direktor des Max-Reger-Gymnasiums eingeführt
"Das Wichtigste bei einem Direktor ist vor allem der Charakter", sagte Günther Trüb. Und der scheint bei der Berufung von Wolfgang Wolter eine große Rolle gespielt zu haben. Auch von daher wird sich der Wunsch von Bürgermeister Michael Cerny nach "guter und konstruktiver Zusammenarbeit" mit der Stadt mit Sicherheit erfüllen. Oder wie es stellvertretender Landrat Richard Gaßner sagte: Der junge, engagierte und kompetente Schulleiter des MRG werde mit Sicherheit auch neue Pfade suchen.
Zeit, Weisheit und Talent
Besonders gut kennt der langjährige Chef von Wolfgang Wolters am GMG, Edward König, diesen und so sprach er schon einmal ein Hoch aus auf den Amberger Vierklang der Gymnasien in der Stadt. "Zeit, Weisheit und Talent", wünschte ihm Kirchenrat Gerhard Gohlke, der im Dekanat für den evangelischen Religionsunterricht zuständig ist. "Wir haben vier Leute gebraucht, um ihn zu ersetzen", hob er auf das Arbeitspensum des neuen MRG-Direktors ab. Aber auch der Vorsitzende des Elternbeirats, Dr. Stefan Täschner, sowie der Personalrat (vertreten durch Albert Kiener und Gabriele Biehler) sowie Schülersprecherin Liliana Dore ("Willkommen zu Hause") freuten sich auf die Zusammenarbeit mit Wolfgang Wolters.
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Der Neue dirigiert nun sein Orchester
Wolfgang Wolters offiziell in sein Amt als Direktor des Max-Reger-Gymnasiums eingeführt
Dem blieb es am Ende vorbehalten, sich ein paar Gedanken zu machen über einige Blitzlichter aus der aktuellen bildungspolitischen Diskussion, zur Debatte über Erziehung und seine Ziele für das Max-Reger-Gymnasium. Keine Angst vor dem G 8, so lautet eine Botschaft. Und: Die Beibehaltung des Übertritts in der 5. Klasse verbaut nicht den späteren Weg zum Abitur. Kinder sollen noch Kinder sein dürfen - und Jugendliche noch Jugendliche, so sein Credo zum Thema "Erziehung". Zu stark würden Eltern oft ihr eigenes Glück über das Glück ihrer Kinder definieren, was zwangsläufig bei diesen zu Überforderung und bei den Eltern zu Stress führe.
Für seine neue Schule hat Wolfgang Wolters zwei große Ziele formuliert: "Ich möchte eine Schule leiten, in die jeder und jede einzelne im Großen und Ganzen, nein, sogar überwiegend, vielleicht sogar fast immer gerne geht", lautet eines. Und er will mit seinen Kollegen, mit den Eltern und Schülern reden, will kein Einzelkämpfer sein sondern lieber im Team arbeiten. Arbeit wird er genug haben. Die derzeit laufenden Bauarbeiten, die Attraktivitätssteigerung für das MRG-Internat, schnellere und attraktivere Information sowie die Altersstruktur seines Kollegiums lassen ihm da viel Entfaltungsraum.
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