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Von Harald Mohr  |  24.02.2009  | Netzcode: 1727683  |  646 Mal gelesen.
Amberg

Rasender Reporter mit innerem Feuer

Berufsorientierung und Studium: Arbeit als Journalist erfordert Neugier und Leidenschaft

Amberg. Die Schülerinnen und Schüler der elften Jahrgangsstufen der Amberger Gymnasien wussten schon ziemlich genau, was sie wollten: Beim ersten "BuS-Tag" im ACC, was soviel heißt wie "Berufsorientierung und Studium", wählten sie selbst die Berufe, über die sie mehr wissen wollten. Der Journalist gehörte auch dazu. Sylvia Stenzel von der Akademie für neue Medien Kulmbach berichtete Grundlegendes über dieses Berufsfeld.

Es war der Prager Egon Erwin Kisch, der in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts als "Rasender Reporter" die Reportage in den Rang einer Literaturgattung erhob. Fernsehbilder von Reportern, die live aus Krisengebieten senden oder bundesweit gelesene Leitartikler faszinieren heute mehr denn je die jungen Leute. Doch wie sieht der Berufsalltag des normalen Journalisten aus und: Wie steigt man überhaupt in diesen Beruf ein?

Darauf versuchte Sylvia Stenzel Antworten zu geben. Die studierte Betriebswirtin hat selbst schon in verschiedenen Bereichen der Arbeitswelt Erfahrungen gesammelt, unter anderem eben als Journalistin. "Es gibt bis heute keine echte Ausbildung im Journalismus", überraschte sie die Schüler. Der klassische Einstieg laufe über ein Praktikum bei einer Zeitung, einer Zeitschrift, beim Lokalradio oder Lokalfernsehen.

Damit könne man nicht früh genug anfangen, am besten schon als Schüler. Ein späteres Studium "ist grundsätzlich nie verkehrt", nebenbei könne man seine Kontakte zu den Medien weiter pflegen, vor allem durch Praktika oder freie Mitarbeit in den Semesterferien. Welches Studium man wähle, sei nicht das Entscheidende, findet Sylvia Stenzel: "Das kann man so nicht sagen." Wichtiger sei sowieso: "Man muss einen inneren Drang haben." Journalismus "als Notlösung" funktioniere nicht.

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