Windräder so harmlos wie die damals geplante Fahrradspeichenfabrik
Die Überschrift "Oberpfalz verträgt 300 Windräder" auf der Titelseite des Magazins will ein Leser so nicht gelten lassen:
Die Argumente von H. Lenz , dem Inhaber der Firma Ostwind, erinnern mich sehr stark an die Aussagen vor allem der CSU-Politiker in den 80-iger Jahren. Auch damals sprach Franz Josef Strauß davon, dass die Wiederaufbereitungsanlage in Wackersdorf so harmlos sei wie eine Fahrradspeichenfabrik!
Wenn man die Berichterstattung in den letzten Wochen verfolgt, könnte man glauben, das Wind nur in Nordbayern, vor allem in der Oberpfalz weht. Auch wird immer wieder die "positive" Wirkung der gigantischen Windkraftanlagen auf die Entwicklung des Tourismus in den betroffenen Gebieten angesprochen. Herr Uhl (die Firma Uhl plant noch immer den gigantischen Windpark Forstlohe) hat in Seugast bei einer Informationsveranstaltung gesagt: "In bestimmten Gebieten an der Küste, wo in den letzten Jahren Windräder errichtet wurden stieg der Umsatz mit Touristen um über 60 Prozent". Jetzt sollte man meinen, vor allem die oberbayrischen Gemeinden stehen bei den Planungsfirmen "Schlange". Vor allem die Höhenlagen etwa um den Starnberger See sollten sich doch wunderbar anbieten.
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19.02.2009
| Netzcode: 1720698 | 485 Mal gelesen.
Windräder so harmlos wie die damals geplante Fahrradspeichenfabrik
Das Argument, mit einer möglichst großen Zahl von Windkraftanlagen würde die Oberpfalz energieautark, finde ich geradezu lächerlich. Das ist genauso, wenn jemand behauptet, der Schwimm-Weltrekordler Michael Phelps (100 m Freistil in 47,51 Sekunden) kann die rund 5700 Kilometer des Atlantik hochgerechnet in 740 Stunden schwimmend überqueren.
Wenn jetzt die Bürgermeister unserer Heimatgemeinden im Büro von Ostwind vorbeischauen, dann haben sie momentan die Vorstellung, wenn sie die Windräder möglichst weit vom Zentrum der eigenen Gemeinde plane, stört es ja nur die Anwohner der Nachbargemeinde (wie aktuell in Gebenbach).
Ich war mit dem Auto unterwegs und kam an einem Ort in der Fränkischen Schweiz vorbei (Oberngrub). Dort stehen seit einem Jahr fünf Windräder. Am Ortsrand, der rund 1100 Meter von den Windkraftanlagen entfernt ist, stieg ich aus, um den Geräuschen zu lauschen. Ich bin richtig erschrocken. Es gab dort ein Dauergeräusch, das mich an Flugzeuge am Himmel erinnerte. Das Beispiel von Pilsach, das schon mehrmals angesprochen wurde, ist völlig haltlos. Dort führt 100 Meter neben den Windrädern die Autobahn vorbei. Somit werden die Geräusche der Windräder vom Verkehr übertönt.
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Windräder so harmlos wie die damals geplante Fahrradspeichenfabrik
Über langfristige Folgen sollten auch die Grundstückseigentümer nachdenken. Eine Verpachtung bleibt nicht ohne Probleme, wie das Beispiel in Weiden zeigt. Hier standen die Landwirte zuerst "Schlange", nachdem die Pachtverträge genauer gelesen wurden, wollte keiner mehr ein Windrad auf seinem Grund haben. Ich kann mir eine Oberpfalz mit mehr als 300 Windrädern nicht vorstellen.
Thomas Rubenbauer92271 Freihung/Großschönbrunn
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