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Waldthurn
Vom höchsten Punkt aus vor Gefahren warnen
Georg Schmidbauer stellt beim OWV-Vereinsabend das Türmerwesen in Waldthurn vor
Mit einem interessanten Vortrag wartete Georg Schmidbauer beim Vereinsabend des Oberpfälzer Waldvereins (OWV) Waldthurn am Donnerstag im Gasthaus Kühnhauer mit dem Thema: "Das Türmerwesen in Waldthurn" auf."Vor 50 Jahren endete der Türmerdienst in Waldthurn, der nachweislich vor allem in der nördlichen Oberpfalz als Berufsstand von großer Bedeutung war", führte der Referent aus. Der "Türmer" hatte seinen Namen davon, dass er auf einem Turm, dem höchsten Punkt des Ortes, wohnte und als Wächter die Umgebung zu beobachten und vor Gefahren zu warnen hatte.
Schon im Falle einer Rauchentwicklung, erst recht beim Ausbrechen eines Feuers, musste der "Türmer" Alarm geben, was Lehrjungen oder Gesellen taten. Die Wachsamkeit des Türmers vor allem in der Nacht wurde dadurch sichergestellt, dass er in vielen Orten für das Stundennachschlagen, das heißt, das Anschlagen der großen Glocke sorgen musste.
Eine weitere Aufgabe des Türmers war bei Feuersgefahr das Anschlagen der großen Glocke und bei Tag an der Turmseite, die dem Feuer zugewandt war, eine rote Fahne und bei Nacht eine rote Laterne anzubringen.
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