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30.12.2008  | Netzcode: 1658259  |  1271 Mal gelesen.
Sulzbach-Rosenberg

"Wou? Dou!": Oberpfalz verstehen

Volkshochschule erfolgreich mit eigenem Sprach- und Kulturkurs für Spätaussiedler

Sulzbach-Rosenberg. Ist es schon für Einheimische nicht immer leicht, sich im Dschungel der Unter-Dialekte aller Oberpfälzer zurecht zu finden, so dürfte es für Spätaussiedler doppelt bis dreifach so schwer sein: Diesem Umstand trägt ein Kurs Rechnung, der bei der Volkshochschule läuft und einen wesentlichen Beitrag zur "Völkerverständigung" leistet.

Seit September 2008 trifft sich zweimal wöchentlich der vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge geförderte VHS-Kurs "Identität und Integration", der Spätaussiedlern mit guten Sprachkenntnissen die Möglichkeit gibt, ihre neue Heimat genauer kennen zu lernen.

Neben Themen wie Religion, Familie, Brauchtum und Arbeit legen die Kursleiterinnen besonderes Augenmerk darauf, das die Teilnehmer die Besonderheiten der Oberpfalz besser kennenlernen. Es liegt dabei nahe, nicht nur über die Oberpfalz zu reden, sondern die Teilnehmer sollen sich auch mit den Oberpfälzer Sprachen und Dialekten befassen und versuchen, sie verstehen zu lernen.

Profunder Kenner



Der Leiter der VHS, Manfred Lehner, kennt sich als gebürtiger Oberpfälzer, als Musiker und als heimatverbundener Mitbürger bestens mit Mundart und Heimatpflege aus und engagierte jetzt einen der profundesten Kenner und Interpreten oberpfälzischer Mundart, Manfred Klemm aus Ebermannsdorf.

Vier Unterrichtsstunden lang wurden Gedichte und Geschichten auf oberpfälzisch vorgetragen, übersetzt und in Ansätzen nachgesprochen und geübt. Die vier Dozentinnen Irma Axt, Gundi Buchkremer, Dr. Barbara Baumann und Viktoria Oglov, die sonst im Kurs mit ihrem Wissen und Können brillieren, taten sich beim ersten Vortrag durch Manfred Klemm oft genauso schwer mit dem Verstehen, wie die Teilnehmerinnen, die in Russland, Kasachstan, Moldawien und Polen geboren waren.

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