Blockheizkraftwerk in Schwimmhalle in Betrieb - Anschluss an Stromnetz sichert noch bessere Vergütung
Eschenbach. Es ist geschafft. Seit Donnerstag, 13.15 Uhr, läuft offiziell das Biomasse-Blockheizkraftwerk (BHKW) in der Schwimmhalle. Hinter den beteiligten Firmen und Alois Vollath liegt ein "terminlicher Kraftakt", um die Anlage noch in diesem Jahr an das öffentliche Stromnetz anschließen zu können.
Denn zum 1. Januar 2009 tritt das neue Energieeinspeisegesetz in Kraft, mit dem sich auch die Stromeinspeisevergütung sowie die Zulage für nachwachsende Rohstoffe (Nawaro-Bonus) ändern werden. Nach der bisherigen Regelung wird laut Vollath, Leiter des Hoch- und Tiefbauamtes am Landratsamt Neustadt/WN, jede Kilowattstunde noch mit zwei Cent für die Wärmeverwertung sowie mit sechs Cent Nawaro-Bonus vergütet. Letzterer werde 2009 nicht mehr voll bezahlt.
Geld vom Ministerium
Das Zeitfenster war eng gesteckt. Erst am 1. Oktober ist der vorzeitige Maßnahmenbeginn genehmigt worden. Die Arbeiten liefen am 10. November an. Wie Vollath erklärte, handle es sich bei dieser Maßnahme um ein Demonstrationsvorhaben, das vom Bayerischen Wirtschaftsministerium gefördert werde. Das Innovationsprojekt sei von der Hochschule Amberg-Weiden unter Federführung von Professor Dr. Markus Brautsch, in Zusammenarbeit mit der Firma Burkhardt aus Mühlhausen bei Neumarkt, entwickelt worden.
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12.12.2008
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Eschenbach
Flinke Arbeiter sind bares Geld wert
Blockheizkraftwerk in Schwimmhalle in Betrieb - Anschluss an Stromnetz sichert noch bessere Vergütung
Drei Jahre in der Erprobung
Deutschlandweit zum ersten Mal werde ein Kraftwerk, das mit einer hochmodernen Abgaswärmeverstromung und mit einer neu entwickelten Abgasturbine ausgestattet ist, in einer Kommune eingesetzt und drei Jahre lang erprobt, berichtete der Bauamtsleiter nicht ohne Stolz.
Durch die nachgeschaltete Abgasverstromung sei eine Steigerung des elektrischen Wirkungsgrades von etwa 35 auf 45 Prozent möglich, so dass rund 240 Kilowatt in das öffentliche Netz eingespeist werden können. Da die Schwimmhalle über ein Nahwärmeleitung mit der Heizzentrale des Gymnasiums verbunden ist, können Spitzenlasten und Grundlast wechselseitig zwischen beiden Einrichtungen gefahren werden.
Die Kosten für das Projekt (Bau- und Investitionsausgaben sowie für die Steuerung) bezifferte der Diplomingenieur auf etwa 470 000 Euro. Allerdings summieren sich die Gesamtausgaben auf insgesamt etwa 944 000 Euro, die das Wirtschaftsministerium mit 40 Prozent fördere. Dafür habe Landrat Simon Wittmann im Mai in München die Weichen gestellt. Mit diesen zusätzlichen zirka 475 000 Euro sollen unter anderem die wissenschaftliche Begleitung des Pilotprojekts für die nächsten drei Jahre sowie Verwaltungs-, Benzin- und Wartungskosten abgedeckt werden. Die Forschungsergebnisse werden dann auch anderen Kommunen zur Verfügung gestellt.
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Eschenbach
Flinke Arbeiter sind bares Geld wert
Blockheizkraftwerk in Schwimmhalle in Betrieb - Anschluss an Stromnetz sichert noch bessere Vergütung
Diese Anlage ist der erste Schritt einer Gesamtmaßnahme, an deren Ende die energetische Versorgung des gesamten Schulzentrums in Eschenbach mit erneuerbaren Energien steht.
Dafür soll im nächsten Jahr in die Heizzentrale des Gymnasiums, ein Hackgutkessel mit einer Leistung von 300 Kilowatt eingebaut werden, der über eine Nahwärmeleitung das Gymnasium, Wirtschaftsschule, Mehrzweckhalle sowie die Schule zur individuellen Lernförderung versorgen wird.
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