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Sulzbach-Rosenberg
Frühe fränkische Groß-Burganlage?
Neue überraschende archäologische Erkenntnisse in der Neustadt: Ein dritter Graben entdeckt
Sulzbach-Rosenberg. Schwere Baumaschinen graben die Sulzbacher Neustadt um, und Archäologen wachen im Auftrag des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege mit Argusaugen darüber, dass nicht wertvolle historische Befunde vor ihrer genauen Untersuchung und Dokumentation zerstört werden. Dr. Mathias Hensch blättert im Erdreich sozusagen wie in einem Buch: In den vergangenen Tagen hat er einen dritten, diesmal frühmittelalterlichen Befestigungsgraben freigelegt.
Bereits im Sommer hatten die Archäologen bei ihren Grabungen im Zuge der Sanierung der Sulzbacher Neustadt in Höhe Christuskirche/Buchhandlung Volkert die Befestigungsmauern der frühesten Sulzbacher Burgsiedlung erfasst. Vorgelagert wurden zwei Gräben gefunden, von denen der innere im 13., der äußere vermutlich im 14. Jahrhundert wieder verfüllt wurde.Fels mit Feuer gesprengt
Jetzt stießen Mathias Hensch und seine Mitarbeiterinnen Ines Buckel und Jeannine Bruse von der Firma Arcteam auf einen dritten Graben, der etwa in Höhe Foto Neuber (Hausnummern Neustadt 8/9) die heutige Straße quert. Dieser Graben wurde teilweise sogar in anstehenden Fels eingeschlagen. Und eindeutige Brandspuren weisen darauf hin, dass die Erbauer dieser Befestigung das harte Dolomitfelsgestein mit Hilfe von gezielt gelegtem Feuer zersprengt haben. Auch dieses Befestigungssystem sollte die Burg und Vorburg Sulzbach offensichtlich vor allem gegen Reiterangriffe aus Norden und Nordosten schützen.
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