Von (lnz) |
10.12.2008
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Mitterteich
Mehr Sicherheit in Wohngebieten
Mitterteicher Bauausschuss weitet Tempo-30-Zonen aus - Diskussion über Fahrbahnteiler
Mitterteich. (lnz) In den Bereichen "Rechts der Wiesauer Straße" und "Rechts der Großbüchlberger Straße" gilt künftig Tempo 30. Diesen Beschluss fasste der Bauausschuss am Montagabend ohne Gegenstimme. Für Diskussionen sorgte dagegen der Vorschlag zum Bau eines Fahrbahnteilers in der Großbüchlberger Straße.
"Wir tragen damit den Anliegen vieler Leute Rechnung", betonte Bürgermeister Roland Grillmeier bei der Beratung über die Einrichtung von Tempo-30-Zonen in den Bereichen "Rechts der Wiesauer Straße" und "Rechts der Großbüchlberger Straße". Überlegungen zur vermehrten Ausweisung von Spielstraßen mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von sechs km/h lehnte er dagegen ab: "Das ist nicht realistisch, es hält sich keiner daran."
"Zwischen 30 und 40"
Zweiter Bürgermeister Karl-Heinz Ernstberger (CSU) gab zu bedenken, dass sich Autofahrer meistens auch nicht von einer Begrenzung auf 30 km/h beeindrucken ließen. "Ich wohne in einer Straße, die als erste in Mitterteich zur Tempo-30-Zone wurde. Die Leute, die sich daran halten, kann ich an einer Hand abzählen - mich eingerechnet." Grillmeier bestätigte diesen Trend - dennoch könne seiner Meinung nach die Geschwindigkeit grundsätzlich gedrückt werden. "Messungen haben ergeben, dass die meisten zwischen 30 und 40 fahren", so Grillmeier.
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Mitterteich
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Mitterteicher Bauausschuss weitet Tempo-30-Zonen aus - Diskussion über Fahrbahnteiler
Die Fraktionssprecher Josef Schwägerl (CSU) und Johann Brandl (SPD) erklärten sich mit der Ausweitung der Zonen einverstanden. "Das erhöht die Sicherheit gerade von Kindern. Sie sind unser höchstes Gut", meinte Brandl. Einstimmig nahm das Gremium die Beschlussvorlage an.
Mit der Harmonie war es aber vorbei, als Johann Brandl bauliche Veränderungen in der Großbüchlberger Straße forderte. "Das ist eine Rennstrecke", kritisierte Brandl. Wenn 30er-Zonen in Wohngebieten ausgewiesen würden, müssten die Autofahrer auch auf der angrenzenden Einfallstraße nach Mitterteich gebremst werden. Konkret schlug Brandl den Bau eines Fahrbahnteilers direkt am Ortseingang vor.
Bürgermeister Grillmeier wies die Forderung zurück - die Schaffung eines Fahrbahnteilers sei mit einem "Heidenaufwand" und entsprechend hohen Kosten verbunden. "Diese Straße wurde noch unter meinem Vorgänger gut ausgebaut, eventuell zu gut", bemerkte Grillmeier. Allein die nötige Verbreiterung der Straße sei wegen der angrenzenden Privatgrundstücke schwierig. Brandl ließ nicht locker: "Aus Versäumnissen in der Vergangenheit kann man ja lernen und einen Schnitt machen."
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Mitterteicher Bauausschuss weitet Tempo-30-Zonen aus - Diskussion über Fahrbahnteiler
Anliegerbeiträge
Der Bürgermeister warnte vor den Folgen für die Anlieger: "Wir müssten Anliegerbeiträge erheben, weil es sich um eine Ortsstraße handelt", so Grillmeier. "Ich könnte schon ermitteln lassen, ob die Anlieger mitmachen würden." Weiter zweifelte Grillmeier an, dass ein Fahrbahnteiler am Ortseingang tatsächlich den erhofften Effekt bringen würde - denn dieser könne nicht verhindern, dass im innerörtlichen Bereich der Großbüchlberger Straße zu schnell gefahren werde. "Aus Sicht eines Notarztes ist ein Fahrbahnteiler ganz gefährlich", warf Dr. Achim Nemsow (CSU) ein. Es entstünde ein Hindernis, wodurch sich die Rettungszeit zum Nachteil eines Patienten erhöhen könnte. So wäre es nicht mehr möglich, an der Stelle zu überholen.
Bürgermeister Grillmeier kündigte an, zur genaueren Prüfung der Situation in der Großbüchlberger Straße ein Geschwindigkeitsmessgerät aufstellen zu lassen. Damit verbunden ist auch eine Fahrzeugzählung.
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