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Amberg
Energie im Tauschgeschäft
Stadtwerke und HAW suchen Energiekonzept für Industriegebiet Nord
Amberg. Vor gut zwei Wochen vereinbarten die Stadtwerke Amberg und die Hochschule Amberg-Weiden eine Kooperation. Jetzt wurde schon das erste gemeinsame Projekt vorgestellt: ein dezentrales Energieversorgungskonzept für das Industriegebiet Nord. Professor Dr. Ing. Markus Brautsch vom Institut für Energietechnik (IfE) an der Hochschule Amberg-Weiden will schon im März eine erste Studie vorlegen, was alles machbar wäre.
"Wir wollen Fakten haben", so Dr. Stephan Prechtl, der Leiter der Stadtwerke, bei der Präsentation der Vereinbarung am vergangenen Freitag. Die Stadtwerke tragen die Kosten der Studie, die "im fünfstelligen Bereich" liegen. Das gesamte Projekt wird vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie zu 50 Prozent gefördert. An der unverbindlichen Studie nehmen schon jetzt die Firmen IMA Automation GmbH, Kerb-Konus GmbH, Grammer AG, AMA GmbH, Auer-Guss und Druckhaus Oberpfalz teil.Dass Bedarf daran besteht, Energie zu sparen, machten einige Firmenvertreter deutlich: "Wir geben für Energie einen guten sechsstelligen Betrag aus", sagte etwa Volker Schmidt von der Firma IMA. Auch Martin Schnupfhagn vom Druckhaus Oberpfalz klagte über hohe Energiekosten: "Wir haben einen sehr hohen Gasverbrauch." Professor Dr. Ing. Markus Brautsch machte Hoffnung auf ein großes Energiespar-Potential von "bis zu 40 Prozent". Der Professor hat Erfahrung im Erstellen von Energiekonzepten für einzelne Firmen. "Aber auch für uns ist es neu, ein ganzes Industriegebiet zu vernetzen", so Brautsch. Dazu müsse er als erstes "in die Betriebe reinschauen", erklärte er seine Vorgehensweise. "Vielleicht gibt es ja irgendeine Energie, die ein anderer braucht."
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