Von (jr) |
26.11.2008
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Mitterteich
Bilder, die das Herz ergreifen
Filmemacherin Maria Blumencron zeigt Flüchtlingsschicksale: "Auf Wiedersehen, Tibet"
Mitterteich. (jr) Herrliche Landschaftsaufnahmen aus dem tibetischen Grenzland, aber auch erschütternde Aufnahmen von Kindern, die auf der Flucht in den Bergen erfroren sind - der Vortrag von Maria Blumencron vermittelte ein Wechselbad der Gefühle. Die österreichische Autorin schilderte die erschütternde Geschichte eines tibetischen Fluchthelfers.
Groß war das Interesse am Erlebnisbericht der Autorin aus Österreich im Stadtumbau-Büro. Fast zwei Stunden lang lauschten die Zuhörer dem Erlebnisbericht, untermalt von herrlichen Bildern und gedämpfter Musik.
Knapp zwei Stunden dauerte die Veranstaltung im voll besetzten Saal des Stadtumbau-Büros. Umrahmt von getragener Musik, herrlichen Bildern und einer rhetorisch gut aufgelegten Kitzbühelerin wurde es ein erlebnisreicher Abend.
Nach dem Einmarsch
Dritter Bürgermeister Erhard Sommer hieß Zuhörer und Referentin willkommen zum Vortrag "Auf Wiedersehen, Tibet". Zunächst stellte Maria Blumencron Tibet vor, wie es sich dort lebte vor dem Einmarsch der Chinesen im Jahr 1957. Im Mittelpunkt stand die Geschichte einer tibetischen Familie, die sie über ihr Schicksal erzählen ließ.
Gleich nach dem Einmarsch der Chinesen versuchten Tibeter ihr Land zu verlassen. Frauen versteckten ihre Kinder unter ihren Schürzen und versuchten nach Indien zu kommen, wohin sich auch der Dalai Lama geflüchtet hatte. Die Autorin schilderte eine Flucht von zehn Personen im Jahr 1997. Sie zeigte herrliche Bilder aus dem Gebiet zwischen Tibet und Nepal. Dort an der Grenze in den Schneebergen, etwa 5780 Meter hoch, hängen Gebetsfahnen als Abschied der geflüchteten Tibeter an ihr Heimatland.
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Mitterteich
Bilder, die das Herz ergreifen
Filmemacherin Maria Blumencron zeigt Flüchtlingsschicksale: "Auf Wiedersehen, Tibet"
"Wärme und Kälte sind hier daheim", sagte Maria Blumencron. Das Nachtlager finden die Flüchtenden in einem steinernen Unterschlupf im Himalaja, wo sich oftmals menschliche Körper und die Gletscher vereinen. Zum Schutz vor der Kälte und der Nacht sind diese steinernen Iglus beliebte Übernachtungsmöglichkeiten. Die Filmemacherin zeigte erschütternde Bilder von erfrorenen Kindern in den Bergen Tibets. Die Flüchtenden mussten ihren Nachwuchs, der aufgrund der Strapazen zu Tode kam, zurücklassen. Die Zuhörer reagierten ergriffen, es war mucksmäuschenstill geworden.
Die Kitzbühelerin Maria Blumencron begeisterte beim Vortrag in Mitterteich. Sie schilderte anschaulich die Flucht der Tibeter aus ihrem Land nach Indien. Bilder: jr (2)
Nächte im Gefängnis
Was sind das für Menschen, die sich als Fluchthelfer anbieten? Maria Blumencron: "Ich war von Anfang an von diesen Menschen fasziniert." Sie stellte einen davon vor, der bereits zehn Jahre in diesem gefährlichen Job arbeitete. Sie unterhielten sich im englisch-tibetischen Kauderwelsch. "Natürlich wahrte ich journalistische Distanz", lächelte die ehemalige Schauspielerin Blumencron.
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Mitterteich
Bilder, die das Herz ergreifen
Filmemacherin Maria Blumencron zeigt Flüchtlingsschicksale: "Auf Wiedersehen, Tibet"
Dass es in dieser Gegend mit den chinesischen Machthabern nicht leicht ist, verdeutlichte sie mit der Aussage, dass sie zwei Nächte und Tage in einem Gefängnis verbringen musste. Auch der Fluchthelfer musste ins Gefängnis, war aber auch durch Folterungen nicht zum Reden zu bewegen. Die Autorin zitierte ihn: "Einem Chinesen werde ich nie etwas sagen. Ich vertraue nur einem Menschen, dies ist der Dalai Lama."
Flucht nach Südindien
Die Menschen bezahlen einen hohen Preis für die Flucht, oftmals sogar mit dem Tod. Mit zum Teil erschütternden Bildern nahm Blumencron die Zuschauer mit auf die Reise. Die Kinder weinen herzergreifend, die Kälte und der unwegsame Weg hinterlassen ihre Spuren. Ziel ihrer Flucht ist Dharamsala in Südindien, wo der Dalai Lama große Kinderdörfer gebaut hat.
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