Von Thomas Dobler |
31.10.2008
| Netzcode: 1589766 | 2896 Mal gelesen.
Nabburg
Moralisches Radar fein justiert
Harte Metal-Musik mit Botschaft: "Deadlock" veröffentlicht neue CD "Manifesto"
Nabburg. Die Wut kommt laut und ungefiltert. Sie gilt der Quälerei von Tieren, dem Missbrauch der Natur und der Erschöpfung der Erde. "Das ist uns schon wichtig, dass eine bestimmte Message in den Texten steckt", bekräftigt Tobias Graf von der ostbayerischen Melodic-Death-Metal-Band "Deadlock".
Schwiegermutters Traum sind die "Deadlocker" sicherlich nicht: Lange oder gar keine Haare, großflächige Tattoos und dunkle Gewandung. So kleidet, so gibt man sich in der Metal-Szene. Harte Burschen halt. Aber stopp: Der Eindruck kann täuschen.
So laut, aggressiv und verschwitzt das Sextett (es gehört auch eine Sängerin dazu, Sabine Weniger) bei Konzerten auf der Bühne ackert, so sensibel ist sein moralisches Radar eingestellt. Denn die Band besteht aus Veganern.
Vegan leben
Veganismus ist eine vorwiegend ethisch begründete Einstellung und Lebensweise, welche die Nutztierhaltung und den Konsum tierischer Produkte völlig ablehnt. Der Veganismus beinhaltet eine besonders weitreichende vegetarische Ernährungsweise: Der Konsum von Fleisch, Milch, Eiern jeder Art, Gelatine und anderen tierischen Lebensmitteln wie Honig wird vermieden.
Diese Einstellung spiegelt sich auch in den Texten zu der neuen CD von "Deadock" wieder, die Mitte November veröffentlicht wird. Um das zu feiern, wird sich die Gruppe rund um das Erscheinungsdatum 14. November drei Mal in der Region präsentieren: Zunächst am 13. November zu einer "Listening-Party" in der Regensburger "Banane" und tags darauf zu einer ebensolchen "Listening-Party" im Pfreimder "Downtown". Das sind keine Auftritte im herkömmlichen Sinn, da gibt es Autogramme und die Platte wird vorgestellt. Das große Konzert, auf das alles zuläuft, ist dann am 15. November in Regensburg, im "Gloria".
Von Thomas Dobler |
31.10.2008
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Nabburg
Moralisches Radar fein justiert
Harte Metal-Musik mit Botschaft: "Deadlock" veröffentlicht neue CD "Manifesto"
Gar nicht so kleine Szene
Schon vor einem Jahr, zum "zehnjährigen Bandjubiläum" hat "Deadlock" im "Gloria" gerockt und dabei nur die besten Erfahrungen gemacht. Tobias Graf (29) aus Nabburg, Bandmanager und Drummer von "Deadlock" erinnert sich: "Die Metal-Szene in der Oberpfalz ist gar nicht so klein, wie wir befürchtet hatten, und so war der Auftritt im Gloria sehr gut, denn es sind 450 Leute gekommen und die Stimmung war bestens."
Zurück zur CD. Ihr Cover zeigt eine stilisierte Landschaft, in der schneebedeckte Höhen und fruchtbar-brauner Boden gegeneinander gestellt sind. Aus mächtigen Wurzeln streckt sich eine Hand, die eine Schriftrolle umklammert - es ist ein Manifest der Natur selbst. So heißt die Platte auch "Manifesto" und ihre elf Songs handeln von Tierversuchen, Käfighaltung, Schlachtungen, der Jagd und all dem, was "Deadlock" aus Gewissensgründen gerne eingestellt hätte. "Es ist ein Konzept-Album mit ernstem ethischen Hintergrund", präzisiert Tobias Graf.
Von Thomas Dobler |
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Nabburg
Moralisches Radar fein justiert
Harte Metal-Musik mit Botschaft: "Deadlock" veröffentlicht neue CD "Manifesto"
"Die Menschheit braucht Geld, Forschung und Kontrolle/ und alle nicht-menschlichen Lebewesen spielen nur eine untergeordnete Rolle" (im Original englisch)
Das sind Zeilen aus dem Lied "Martyr to science", also "Märtyrer für die Wissenschaft" oder "Gemartet durch die Wissenschaft", das sich gleich zu Beginn der CD "Manifesto" findet. Es beklagt wortreich das Leid, das Tieren im Namen der Wissenschaft angetan wird - wegen des besonderen Gesangsstils des "Growlings" (tiefe, meist geschriene Vocals) von Sänger Johannes Prem (28) und weil der Text eben auf englisch ist, werden allerdings die wenigsten "Deadlock"-Hörer auf Anhieb verstehen, um was es geht.
Prem ist nicht nur Sänger, er ist auch der Texter der Gruppe. "Deadlock" will nicht polemisch sein, trotz der Aufreger-Themen der Lieder. "Erzählt wird neutral, es werden Fakten wiedergegeben", sagt Tobias Graf. Wichtig sei die "Message". Und weil "Manifesto" eben ein Konzept-Album ist steuerte es auch auf ein Finale zu. In diesem Fall gibt es sogar zwei Alternativen, weil sich die Band nicht sicher sein kann, wie es weitergeht mit Welt und Menschheit. So schildert "Altruism", dass sich der Mensch besinnt; in "Dying Breed" hingegen zerfleischt sich die Menschheit selbst.
Von Thomas Dobler |
31.10.2008
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Nabburg
Moralisches Radar fein justiert
Harte Metal-Musik mit Botschaft: "Deadlock" veröffentlicht neue CD "Manifesto"
Musikalisch verlässt "Deadlock" in der neuen CD immer wieder die reinen Metal-Pfade. So hat die Platte beispielsweise ein Techno-Intro. "Wir nehmen uns diese Freiheit einfach", macht Tobias Graf deutlich und verweist in diesem Zusammenhang auf weitere Experimente, etwa den ausgedehnten Rap-Teil in dem Song "Deathrace", in dem es um Tiertransporte geht. Dort scheint auch ein bisschen Enttäuschung darüber auf, wie wenig man ausrichten kann: "Ich lache über diese Pseudo-Schutzengel, die denken, sie könnten die Welt ändern" (im Original englisch), räsoniert in dem Stück der Fahrer eines Tiertransporters.
Auf großer Tournee
Noch scheint "Deadlock" aber fest entschlossen, das Beste zu geben, um eine friedliche, eine vegane Zukunft sozusagen, zu befördern. Die Zeile "Altruism and freedom!" steht als Weckruf am Ende von "Manifesto", zeigt also noch einmal konzentriert, wohin die geistige Reise der Musiker gehen soll.
Apropos Reise: Der Oberpfälzer Band (die auch zwei Leipziger integriert hat) stehen bis Jahresende noch einige Auftritte bevor, unter anderem in Holland. Im Januar geht es dann für drei Wochen auf große Fahrt, wenn eine ausgedehnte Europa-Tournee auf dem Programm steht.
Der FC Bayern München hat zurück zu alter Stärke gefunden und souverän das Halbfinale im DFB-Pokal erreicht. Das 2:0 (1:0) am Mittwoch beim dankbaren Aufbaugegner VfB Stuttgart dürfte die in den vergangenen Tagen aufgekommene Unruhe in München erst einmal eindämmen. Franck Ribéry (30.
Der FC Bayern München hat zurück zu alter Stärke gefunden und souverän das Halbfinale im DFB-Pokal erreicht. Das 2:0 (1:0) am Mittwoch beim dankbaren Aufbaugegner VfB Stuttgart dürfte die in den vergangenen Tagen aufgekommene Unruhe in München erst einmal eindämmen. Franck Ribéry (30.
Der FC Bayern München hat zurück zu alter Stärke gefunden und souverän das Halbfinale im DFB-Pokal erreicht. Das 2:0 (1:0) am Mittwoch beim dankbaren Aufbaugegner VfB Stuttgart dürfte die in den vergangenen Tagen aufgekommene Unruhe in München erst einmal eindämmen. Franck Ribéry (30.
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