Erste Stryker-Soldaten zurück in Vilseck - Umstellung auf Alltag braucht nach Irak-Einsatz Zeit
Vilseck/Grafenwöhr. Die Familien warteten sehnsüchtig, doch bei einer Armee herrscht Ordnung. Zuerst gab es einen Appell, dann ein Gebet des Militärgeistlichen und eine Ansprache des Kommandeurs der in Vilseck zurückgebliebenen Stryker-Nachhut, Lieutenant Colonel Thomas Rickard; erst dann konnten die Irakheimkehrer ihre Familien in die Arme schließen: Am Dienstag kamen die ersten 54 Soldaten des Stryker-Vorkommandos zurück.
Erste Stryker kehren heim (ll) Die ersten Teile des 2. Stryker-Kavallerieregiments sind von ihrem 15-monatigen Einsatz im Irak zurückgekehrt. Am Dienstag wurden in Vilseck 54 Soldaten des Vorkommandos von ihren Familien in Empfang genommen (Bild). Die restliche Truppe folgt in den nächsten Wochen. Am 25. November gibt es für alle eine "Welcome Home Ceremony". Die Stryker verloren im Irak 26 Soldaten. Bild: hfz
Seit 15 Monaten sind die 4000 Soldaten des 2. Stryker-Kavallerieregiments im Irakeinsatz. Am Dienstagvormittag wurden die ersten Rückkehrer von ihren Familien und Freunden in der Turnhalle der Vilsecker Militärgemeinde empfangen. In den nächsten Wochen wird auch noch die restliche 4000 Mann starke Truppe in der Oberpfälzer Heimat zurückerwartet. Freude herrscht besonders bei den amerikanischen Familien - sie dekorieren die komplette Militärgemeinde mit unzähligen "Welcome Home"-Schildern und den traditionellen gelben Schleifchen.
Kontakt per Video-Chat
Die Familien der Soldaten hatten sich in der Abwesenheit ihrer Familienangehörigen zu Selbsthilfegruppen (Family Readiness Groups) zusammengeschlossen und gemeinsam die lange Zeit des Einsatzes überbrückt. Im Familienbetreuungszentrum der US-Garnison wurde Hilfe angeboten und es stand auch ein sogenannter "Yellow Ribbon Room" zur Verfügung, wo Familien per Video-Chatroom mit den Soldaten im Irak kommunizieren konnten.
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09.10.2008
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Vilseck/Grafenwöhr
Ein Jahr lang Wiedereingliederung
Erste Stryker-Soldaten zurück in Vilseck - Umstellung auf Alltag braucht nach Irak-Einsatz Zeit
Die Stryker-Soldaten waren in und um Bagdad sowie im Nordirak eingesetzt, um dort einen Beitrag zur Stabilisierung des Friedensprozesses zu leisten. Unter anderem war es ihre Aufgabe, irakische Polizeitruppen auszubilden und die irakische Regierung beim Aufbau einer eigenen Infrastruktur im Zweistromland zu unterstützen.
"30 000 irakische Sicherheitskräfte waren mit der Strykereinheit gemeinsam im Einsatz und haben viel Vertrauen in der irakischen Bevölkerung wiederhergestellt", berichtet US-Pressesprecher Franz Zeilmann. "Beim Kampf gegen Terroristen sind zahlreiche feindliche Waffenlager ausgehoben und Aufständische festgenommen worden. Unter anderem wurde auch ein Massengrab in der Nähe von Muqdadiyah, einem von Al-Kaida besetzten Gebiet, entdeckt."
Plötzlich wieder Winter
Bevor die Heimkehrer in den wohlverdienten Urlaub gehen können, müssen sie aber noch ein siebentägiges Integrierungsprogramm absolvieren. In der US-Kaserne in Vilseck ist hierfür ein sogenanntes Integrationszentrum errichtet worden.
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Vilseck/Grafenwöhr
Ein Jahr lang Wiedereingliederung
Erste Stryker-Soldaten zurück in Vilseck - Umstellung auf Alltag braucht nach Irak-Einsatz Zeit
Bereits im Irak wurden die Soldaten des Regiments auf die Rückkehr in den Heimatstandort Vilseck vorbereitet. Der Eingliederungprozess beginnt sechs Monate vor der Ankunft der Soldaten und setzt sich weitere sechs Monate im Heimatstandort fort. Die Soldaten werden hier wieder in das normale Alltagsgeschehen eingegliedert. Medizinische Untersuchungen, Gespräche mit Solzialarbeitern, Geistlichen oder Sicherheitsbelehrungen über den winterlichen Straßenverkehr in der Oberpfalz stehen da unter anderem auf dem Programm.
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