Wernberg-Köblitz
Großer Tag, entspannter Abschluss
Festwiese in Wernberg-Köblitz als Tummelplatz für Läufer und Prominenz
Wernberg-Köblitz. Heidi Dotzlers Freundinnen von der Turnabteilung des FC Wernberg hatten im überfüllten Promi-Zelt alle Hände voll zu tun. Leberkäs und Kartoffelsalat vom örtlichen Metzger und dazu ein Bier: Das mundete allen, vom Regensburger Bischof bis zu den Bürgermeister. Draußen auf der Wiese bliesen derweil die "Naabtaler Musikanten" den abgekämpften Autobahnläufern den Willkommensgruß.
Ein Kaiser im Kostüm
Auf dem Festplatz tummelten sich je später je mehr Menschen. Vor allem als kurz nach 17 Uhr die ersten Hobby-Athleten nach etwas mehr als einer Stunde Laufzeit eintrudelten wurde es quirrlig. Die Langstrecken-Bezwinger hatten allerdings nur Augen für Mineralwasser, Bananen und ihre Urkunden und ließen die Handvoll Infozelte am Eingang des Festplatzes eher links liegen.
Ministerpräsident Günther Beckstein war zu diesem Zeitpunkt auch schon fort, so dass als Ranghöchster Kaiser Karl IV. zu gelten hatte. Das war, in prächtigem Kostüm, der Laienschauspieler Hans Meißner von der Festspielgruppe Bärnau-Tachov, die die grenzüberschreitende Zusammenarbeit exemplarisch vormacht - spielen bei ihr doch auch Tschechen mit, die am Mittwoch nach Wernberg-Köblitz mitgekommen waren. So fand der "Kaiser" den Satz: "Nicht nur die Straße verbindet die Leute, auch unser Theater tut es."
Die kleine Truppe aus der nördlichen Oberpfalz reichte Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee Wein, Brot und Salz als Zeichen der Gastfreundschaft. Als Moderator Thomas Bärthlein währenddessen die Gelegenheit nutzte und auf der Bühne eines der kostümierten Kinder zu einem denkwürdigen Satz für den Minister aufforderte, holte er sich einen Korb: "Da fällt mir jetzt gerade überhaupt nichts ein." Aber: Tiefensee war auch damit zufrieden und lächelte freundlich.
Grenzenlos leutselig
Am Ende wischten sich im Promi-Zelt die abgekämpften Bedienungen den Schweiß von der Stirn und sammelten jede Menge Lob ein. Die gute Stimmung und das süffige Bier beförderten nicht nur das deutsch-tschechische Verständnis, auch Schwarz und Rot ließen grenzüberschreitend Wahlkampf Wahlkampf sein; und hinten im Festzelt wurden sogar der katholische und der evangelische Bischof gesehen, wie sie sich freundlich die Hand reichten und plauderten.
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