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Sulzbach-Rosenberg
Wie ein "Hochsicherheitstrakt"
Archäologen untersuchen Vorburg Sulzbachs
Sulzbach-Rosenberg. Die Vorburg erstreckte sich von der eigentlichen Kernburg auf dem Felsrücken über dem Erlbach in Richtung des heutigen Luitpoldplatzes und der Neustadt. Hier lebten Handwerker, hier hauste das Burggesinde,
stand Vieh in den Ställen und hier hatte wohl auch die militärische Burgbesatzung ihre Unterkünfte. Die Vorburg war das Versorgungs- und Logistikzentrum der frühmittelalterlichen Herren von Sulzbach. Ein massiv befestigter "Hochsicherheitstrakt" dehnte sich hier aus. So könnte man mit heutigen Worten sagen, wenn man jüngsten Ergebnisse der archäologischen Forschungen in der Sulzbacher Neustadt betrachtet.Vermutungen bestätigt
Dr. Mathias Hensch, der mit seinem Grabungsteam nun schon seit mehreren Wochen parallel zur bereits gestarteten Oberflächensanierung der Neustadt den Untergrund nach geschichtlichen Zeugnissen durchforstet, hatte recht mit seinen Vermutungen. Quer zur Christuskirche verlief hier etwa in Höhe Buchladen Volkert die frühmittelalterliche Befestigungsanlage und die spätere Stadtmauer des 14. Jahrhunderts.
Eine zwar nicht allzu hohe, aber mehrere Meter breite Mauer grenzte die Vorburg vom freien Feld ab. Zusätzlichen Schutz bot ein vorgelagertes gestaffeltes Wall- und Grabensystem, das als sogenanntes "Annäherungshindernis" vor allem feindliche Attacken berittener Truppen erschweren oder unmöglich machen sollte. Entstanden ist dieses frühe Befestigungswerk nach Einschätzung der Experten zwischen dem 9. und 12. Jahrhundert.
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